Kläpperle aus aller Welt: Neuer Museumskoffer für Schulen vorgestellt
Vergangenes Wochenende hat das Elztalmuseum seinen neuen Museumskoffer „Kulturgeschichte des Kläpperns“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Entwickelt wurde der Koffer gemeinsam mit der Narrenzunft Krakeelia, in deren Vereinshaus „Vogt-Walter-Haus“ auch die Präsentation des neuen Vermittlungsangebots stattfand. Und was darf bei einer solchen Veranstaltung nicht fehlen? Natürlich das Kläppern! Rund 15 Kinder und Jugendliche zeigten, begleitet von einer Drehorgel, nicht nur Fasnetsrhythmen, sondern auch moderne Beats. Sie machten so vor Ort erlebbar, dass auch außerhalb der Fasnettradition gekläppert werden kann und das sogar richtig gut klingt.
Darum geht’s im Museumskoffer
Der Museumskoffer zeigt die Geschichte der Kläpperle und enthält Instrumente aus verschiedenen Regionen der Welt sowie aus unterschiedlichen Zeiten. Er lädt zum sehen, hören, anfassen und mitmachen ein, fördert das interkulturelle Verständnis und zeigt, wie ein ähnliches Instrument in unterschiedlichen kulturellen Kontexten genutzt wird. Der Koffer ist für die Klassen 3 – 7 konzipiert. Für Lehrkräfte wird ein möglicher 45-minütiger Ablauf vorgeschlagen, der jedoch flexibel angepasst werden kann und auch einzelne Themenschwerpunkte möglich macht. Enthalten sind unter anderem ein Handbuch, Video- und Bildmaterial, eine Weltkarte, Narrensprüche, ein Narrenlied, Kläpperle aus aller Welt sowie zwei Kronen. Der Koffer kann von Lehrkräften selbstständig ausgeliehen werden und ist kostenlos.
Kläpperle aus Deutschland, der Schweiz, USA und Japan
Sehen, hören, anfassen, mitmachen: Das verspricht der neue Museumskoffer des Elztalmuseums, der in Kooperation mit der Narrenzunft Krakeelia entstanden ist. Foto: Stadt Waldkirch
Die im Koffer enthaltenen Kläpperle und den Kläpperle ähnlichen Perkussionsinstrumente stammen aus unterschiedlichen Orten und Kulturen. Vertreten sind Beispiele aus Fasnetstradtionen wie Waldkirch, Haslach, Radolfzell und Gengenbach ebenso wie Instrumente aus dem Carneval aus Mainz. Hinzu kommen internationale Varianten, etwa die Schweizer Chlefeli, Kastagnettten aus Spanien, japanischen Hyōshigi oder Rhythm Bones aus den USA. Ergänzt wird die Sammlung durch improvisierte Rhythmusinstrumente aus Knochen, Löffeln und Steinen. Die Kläpperle aus aller Welt unterscheiden sich nicht nur in ihrem Klang, sondern auch in ihrer Optik.
Von Grundlagenwissen bis zur Diskussion über die Zukunft
Mit dem Koffer können Kinder grundlegendes Wissen über die Fasnet erarbeiten, Narrensprüche erlernen und vergleichen und der Frage nachgehen, woher das Kläppern ursprünglich stammt. Auch die vielfältigen Verwendungsarten der Instrumente – weit über die bekannten Traditionen der Fasnet hinaus – werden thematisiert. Auch bietet der Koffer Raum für Diskussionen: Enthalten ist auch ein Instrument aus dem 3D-Drucker, das nicht aus natürlichen Materialien wie Holz, Knochen oder Stein besteht. Die Kinder können darüber sprechen, ob solche Instrumente die Zukunft darstellen.
Ausleihen & weitere Infos
Interessierte Lehrkräfte können den Koffer ab Montag, 2. Februar, im Elztalmuseum ganzjährig und kostenlos ausleihen. Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an info@elztalmuseum.de.
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