Armut ist näher, als man denkt: Ausstellung erzählt Geschichten aus Waldkirch
Wie fühlt es sich an, in Armut zu leben? Welche Herausforderungen prägen den Alltag betroffener Menschen? Und was steckt hinter den Zahlen und Statistiken? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Ausstellung „ArMut verstehen – Geschichten aus Waldkirch“ des Netzwerks Soziale Hilfen. Zur Eröffnung kamen rund 50 Besucherinnen und Besucher. Schnell entwickelte sich ein lebendiger Austausch über die Ursachen von Armut und ihre Auswirkungen auf das tägliche Leben.
Armut hat viele Gesichter – auch in Waldkirch
Armut ist kein fernes Problem. Sie betrifft Menschen mitten in unserer Gesellschaft – manchmal direkt nebenan. Genau darauf möchte die Ausstellung aufmerksam machen. Informative Texte und Zahlen werden mit persönlichen Geschichten aus der Region verbunden. Menschen berichten, was Armut für sie bedeutet und welche Herausforderungen sie sich im Alltag stellen müssen. Die persönlichen Einblicke verleihen der Ausstellung eine besondere Eindringlichkeit. Sie machen Lebenssituationen nachvollziehbar, die anderen häufig verborgen bleiben. Zugleich laden sie dazu ein, eigene Vorstellungen zu hinterfragen, Vorurteile abzubauen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Ausstellung lädt zum Perspektivwechsel ein
Die Ausstellung ist noch bis Sonntag, 1. November, in der evangelischen Kirche zu sehen. Sie ist täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet, mittwochs bleibt sie am Nachmittag geschlossen. Der Eintritt ist frei. Anschließend wird die Ausstellung in den Räumen des Sozialdienstes katholischer Frauen in Kollnau gezeigt. Darüber hinaus können auch Schulen, Unternehmen und andere Institutionen im Elztal die Ausstellung ausleihen.
Über das Netzwerk Soziale Hilfen
Das Netzwerk Soziale Hilfen bringt soziale Institutionen, Vereine, Einrichtungen und ehrenamtlich Engagierte regelmäßig zusammen. Ziel ist es, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Projekte zu entwickeln. Gemeinsam setzen sich die Beteiligten dafür ein, dass Menschen in schwierigen Lebenslagen unterstützt werden. Regelmäßig bietet das Netzwerk Gespräche über den Gartenzaun auf dem Waldkircher Wochenmarkt an. Auch der AWO-Mittagstisch, der seit drei Jahren angeboten wird, ist ein erfolgreiches Projekt aus dem Netzwerk. Aktive Mitglieder im Netzwerk sind der Taffelladen Waldkirch, die AWO Waldkirch e. V., der Caritasverein St. Vinzenz Waldkirch, die Wabe gGmbH, der SKF e. V. Waldkirch, der Sozialverband VdK Ortsverband Waldkirch, der Stadtseniorenrat Waldkirch e. V., die evangelische Kirchengemeinde Zweitälerland sowie die Stadt Waldkirch.
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