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Vive le Jumelage: Waldkirch und Sélestat bekräftigen 60 Jahre gelebte Freundschaft

Der Bürgermeister von Sélestat und der Oberbürgermeister von Waldkirch halten zusammen eine Urkunde.

Mit Musik, Begenungen und einem feierlichen Bekenntnis zur gemeinsamen Zukunft haben Waldkirch und Sélestat ihre Städtepartnerschaft erneuert. Zum 60-jährigen Jubiläum reiste eine Waldkircher Delegation in die französische Partnerstadt, um gemeinsam die Jumelage zu feiern und fortzuschreiben.

Zwei Städte, zwei Sprachen, eine gemeinsame Geschichte

„Die Städtepartnerschaft ist weit mehr als die Unterschrift auf einem Dokument“, betonte Sélestats Bürgermeister Marcel Bauer und gratulierte beiden Städten zur „Diamanthochzeit“. „60 Jahre deutsch-französische Städtepartnerschaft – das ist keine Kleinigkeit. In all diesen Jahrzehnten wurde viel bewegt“, sagte Waldkirchs Oberbürgermeister Michael Schmieder. „Echte Verbindungen und Freundschaften sind entstanden, die bis heute andauern.“

Ein Gruppe von Menschen steht vor einem Gebäude in Selestat. An dem Gebäude hängen die Deutschland-, Frankreich- und Europafahne.

Gemeinsam feiern, gemeinsam musizieren

Die Feierlichkeiten begannen mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Kirche St. Georges. Geistliche aus beiden Städten gestalteten den Gottesdienst zweisprachig und unterstrichen damit die enge Verbindung zwischen Waldkirch und Sélestat. Anschließend trat der Kirchenchor St. Margarethen aus Waldkirch auf. Danach sang der Chor „Les Sélest'à coeur joie” aus Sélestat. Zum Schluss musizierten beide Chöre gemeinsam und sorgten für große Begeisterung in der gut besuchten Kirche.

Zwei Menschen stehen vor einer Tafel. Auf der Tafel steht Städtpartnerschaft: Solide Grundlagen.

60 Jahre Freundschaft und Verbindungen, die noch weiter zurückreichen

Im Arsenal Sainte-Barbe präsentierte Sélestat eine beeindruckende Ausstellung zur Geschichte der Partnerschaft. Der Saal war mit deutschen, französischen und europäischen Fahnen geschmückt. Auf Schautafeln wurden die wichtigsten Etappen der Freundschaft dokumentiert. Ergänzt wurde die Aussstellung durch historische Objekte, Dokumente, Fotografien und Videos. Die Besucherinnen und Beuscher tauschten dabei zahlreiche persönliche Erinnerungen aus. Die Ausstellung macht zudem deutlich, dass die Beziehungen zwischen beiden Städten noch weiter zurückreichen: So studierte beispielsweise Balthasar Merklin einst in Sélestat.

Der Bürgermeister von Sélestat und der Oberbürgermeister von Waldkirch stehen vor einer geöffneten Holztruhe.

Einladung nach Waldkirch am 13. Juni

Vor der Unterzeichnung der neuen Partnerschaftsurkunden wurden die Nationalhymnen beider Länder gespielt. Anschließend unterzeichneten beide Bürgermeister die Dokumente. Als Gastgeschenk überreichte die Waldkircher Delegation eine Schatzkiste, gefüllt mit – teilweise signierten – Büchern Waldkircher Autorinnen und Autoren oder über Waldkirch aus den Jahren 2015 bis 2025. Unter den Büchern war auch eine gebundene Ausgabe der Heimatbriefe der vergangenen zehn Jahre. Oberbürgermeister Michael Schmieder lud Sélestat herzlich zum Partnerschaftstreffen am 13. Juni nach Waldkirch ein.

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