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Blickwechsel schafft Verständnis: Zweite Projektphase erfolgreich abgeschlossen

Vier Menschen sitzen an einem Tisch vor einem roten Haus. Sie lächeln in die Kamera.

Mit einem Abschlussworkshop für Mitarbeitende der Stadtverwaltung und Menschen mit Migrationsgeschichte ist die zweite Phase des Projekts „Blickwechsel“ erfolgreich zu Ende gegangen. Das Austauschprogramm bringt in drei Projektphasen unterschiedliche Bevölkerungsgruppen miteinander ins Gespräch. Ziel ist es, die Perspektiven des Gegenübers kennenzulernen, gegenseitiges Verständnis zu fördern und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Im Mittelpunkt steht dabei nicht das Gespräch übereinander, sondern das direkte Miteinander. So entstehen Begegnungen auf Augenhöhe, neue Einblicke in die Lebenswelt anderer und Raum für gegenseitiges Lernen. In der zweiten Projektphase sind sich Menschen mit Migrationsgeschichte und Mitarbeitende der Stadtverwaltung begegnet.

Einblicke ins Rathaus und gemeinsames Kochen

Auf die Teilnehmenden wartete ein abwechslungsreiches Programm. Bei einer Führung durch das Rathaus erhielten sie spannende Einblicke hinter die Kulissen der Stadtverwaltung. Fragen wie „Was passiert mit unserem Abwasser?“, „Wer arbeitet im Büro des Oberbürgermeisters?“ oder „Welche Aufgaben hat der Personalrat?“ wurden direkt von den Mitarbeitenden beantwortet. Diese freuten sich über das große Interesse und den offenen Austausch. Beim gemeinsamen „Cook and Meet“ stand das Kennenlernen in lockerer Atmosphäre im Mittelpunkt. Gemeinsam wurden vietnamesische Frühlingsrollen, türkische Gözleme und Muhallebi, ein traditioneller türkischer Milchpudding, zubereitet. Ergänzt wurde das Programm durch Workshops zu interkultureller Kompetenz und einfacher Sprache.

Gemeinsam gegen Diskriminierung und Anfeindung

Den Abschluss bildete der Workshop „Vielfalt stärken – Anfeindungen begegnen“, der von der Fachstelle mobirex geleitet wurde. Die Referentinnen vermittelten Grundlagen zu den Themen Diskriminierung und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und erläuterten deren Bedeutung im gesellschaftlichen Alltag. Anschließend analysierten die Teilnehmenden in Kleingruppen verschiedene Alltagssituationen und diskutierten mögliche Handlungsstrategien. Der Austausch war offen, wertschätzend und von gegenseitigem Respekt geprägt. In einem geschützten Rahmen konnten unterschiedliche Erfahrungen und Betroffenheiten sichtbar gemacht werden. Gleichzeitig wurden die Teilnehmenden darin gestärkt, Hass, Hetze und Diskriminierung im Alltag selbstbewusst zu begegnen.

Dritte Projektphase startet im Herbst

Das Projekt „Blickwechsel“ wird durch das Land Baden-Württemberg im Rahmen des Programms „Integration vor Ort – Stärkung kommunaler Strukturen“ gefördert. Die Stadt Waldkirch ist damit Teil eines landesweiten Engagements, das die gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen stärken und demokratische Prozesse auf lokaler Ebene fördern möchte. Im Herbst startet die dritte Projektphase. Dann kommen ältere Menschen sowie pflegende Angehörige mit und ohne Zuwanderungsgeschichte miteinander ins Gespräch. Interessierte können sich bereits jetzt bei der Integrationsbeauftragten der Stadt Waldkirch, Charlotte Morton, anmelden: integration@stadt-waldkirch.de, 07681 404 238.

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