Die Bundesregierung fördert deutschlandweit den Ausbau von nachhaltigen und hochleistungsfähigen Gigabit-Netzen in unterversorgten Gebieten, in denen ein privatwirtschaftlich gestützter Ausbau bisher noch nicht gelungen ist. Um den Breitbandausbau der unterversorgten Bereiche im Stadtgebiet durchführen zu können, wurde ein Förderantrag im Rahmen der „Graue-Flecken“-Förderung gestellt und bewilligt. 90 Prozent der förderfähigen Kosten können gefördert werden (50 Prozent vom Bund, 40 Prozent Kofinanzierung vom Land). Mit dem Förderprogramm wird das Breitband für knapp 1100 Adressen, die bisher unter 100 Mbit/s erhalten, ausgebaut.
Mit dem Spatenstich am 3. Dezember 2025 hat der Breitband-Ausbau in Waldkirch begonnen. Der Ausbau findet in den zwei Projekten „Graue Flecken“ (für Haushalte) und „Weiße Flecken“ (für Schulen) statt. Der Bau hat in beiden Projekten bereits begonnen. Im Projekt „Weiße Flecken“ hat der Ausbau an der Freien Schule Elztal in Kollnau begonnen. Dort ist der Ausbau bereits abgeschlossen und die Schule an das Breitband angeschlossen. Im Projekt „Graue Flecken“ hat der Ausbau ebenfalls in Kollnau begonnen. Dort sind die ersten zwei Straßen bereits fertig.
Viele Gäste waren zum Rathaus in Kollnau gekommen, um gemeinsam den Startschuss für den Breitband-Ausbau zu feiern – darunter Vertreterinnen und Vertreter der Telekom, der beteiligten Bauunternehmen, des Gemeinderats, der Stadtverwaltung sowie Ortsvorsteherin und Oberbürgermeister. Oberbürgermeister Michael Schmieder dankte allen Beteiligten für die engagierte Zusammenarbeit und unterstrich die Bedeutung einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur. „Ob Arbeiten, Einkaufen oder die Freizeit – vieles passiert heute online“, sagte er. „Der Breitband-Ausbau ist weit mehr als ein technisches Vorhaben. Er ist ein Schlüssel für unsere wirtschaftliche Stärke, unsere gesellschaftliche Teilhabe und die Zukunftsfähigkeit unserer Gemeinde.“
"Jetzt wird es sichtbar“ – Stadt koordiniert das Großprojekt
Im Anschluss sprach Melanie Gehl-Moser, persönliche Referentin des Oberbürgermeisters, Wirtschaftsförderin und zuständig für die Koordination des Projektes bei der Stadt Waldkirch. „Heute beginnt der Teil, auf den viele Menschen in Waldkirch lange gewartet haben: Wir kommen ins Tun, sichtbar, greifbar und für viele Haushalte mit einem spürbaren Unterschied“, sagte sie. Sie wies zugleich darauf hin, dass ein so großes Bauvorhaben im laufenden Stadtbetrieb zwangsläufig Einschränkungen mit sich bringt. „Unser Ziel ist es, die Belastungen so gering wie möglich zu halten, die Qualität der Arbeiten hochzuhalten und Beschädigungen zu vermeiden.“
Telekom und Bauunternehmen geben Einblick in den Ausbau
Auch Christopher Beußel von der Telekom richtete einige Worte an die Anwesenden und dankte allen Beteiligten für die konstruktive Zusammenarbeit. Eine besondere Demonstration bot anschließend ein beteiligtes Bauunternehmen: Es zeigte live, wie die extrem dünnen Glasfasern – kaum dicker als Bindfäden – miteinander verbunden werden.
Gefördert durch das Bundesförderprogramm Breitband.