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Vorfreude. Adventskalender in Europa im Elztalmuseum

Von Sonntag, 20. November, bis Sonntag, 8. Januar 2023 wird im Elztalmuseum die Sonderausstellung: „Vorfreude. Adventskalender in Europa“ des Museums Europäischer Kulturen der Staatlichen Museen zu Berlin gezeigt.
Bereits am Donnerstag, 17. November, können alle Besucher und Besucherinnen bei der Ausstellungspreview von 16 bis 17.30 Uhr einen ersten Blick auf die Exponate erhaschen und im Anschluss dänische Wichteltürchen (Nissedør) basteln. (Das Museum ist zu den üblichen Zeiten geöffnet.)

Sie sollen die Wartezeit bis zum Weihnachtsfest verkürzen, versüßen und die Vorfreude steigern: Adventskalender. Mit ihren 24 Türchen fanden diese Kalender in ganz Europa ihren Weg in die Stuben und Kinderzimmer. Was sich wohl hinter dem nächsten Türchen verbirgt? Die Sonderausstellung „Vorfreude. Adventskalender in Europa“ im Elztalmuseum Waldkirch lüftet einige Geheimnisse. Die Ausstellung befasst sich mit der Geschichte der Adventskalender in Europa und vor allem in Deutschland. Sie beginnt mit den „Blättern für den Adventsbaum“, einem historischen Vorläufer der heutigen Adventskalender. Gezeigt wird der älteste gedruckte Weihnachtskalender, der 1904 als Beilage des Stuttgarter Tagblatts erschien. Kalender des Münchener Verlegers Gerhard Lang (1881-1974) verdeutlichen die gestalterische Vielfalt früher vorweihnachtlicher Zählhilfen. Als sich in den 1920er-Jahren Kalender mit Türchen zum Öffnen durchsetzten, wurden sie immer populärer und auch europäische Nachbarländer begannen mit ihrer Herstellung. Nach 1945 trugen dann amerikanische Besatzungssoldaten zur Verbreitung der Adventskalender in den USA bei. Die Ausstellung stellt Besonderheiten der Kalender europäischer Nachbarländer vor und zeigt aktuelle Adaptionen, beispielsweise einen Ramadan-Kalender. Sie geht auch auf unterschiedliche Kalenderentwicklungen in den beiden deutschen Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg ein. Dabei gibt es Ungewöhnliches zu entdecken, wie den „Abreiß-Advent“ aus dem Jahr 1989, bei dem die Berliner Mauer in 24 Tagen „abgerissen“ werden konnte. Eine Auswahl gefüllter und zur Werbung genutzter Adventskalender ergänzt die Exposition. Sie verdeutlicht, dass nicht immer die Füllung eines Kalenders entscheidend ist. Vorfreude kann auch durch die Bildsprache gut gestalteter Kalender entstehen. Die Ausstellung „Vorfreude. Adventskalender in Europa“ findet im Rahmen des Föderalen Programms der Stiftung Preußischer Kulturbesitz statt. Das Museum Europäischer Kulturen der Staatlichen Museen zu Berlin präsentiert damit erneut Ausschnitte seiner umfangreichen Kalendersammlung in Baden-Württemberg.

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