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Ehrenbürger Richard Leibinger feierte seinen 70. Geburtstag

Anlässlich des 70. Geburtstags von Ehrenbürger Richard Leibinger richtete die Stadt Waldkirch einen Empfang aus. 

„70 Jahre Richard Leibinger: Wo setzt man da an?“, sagte Oberbürgermeister Roman Götzmann in seiner Ansprache. Das Studium der regionalen Raumplanung in den 70er Jahren habe bereits einen ersten Hinweis auf die Richtung, die Richard Leibinger einschlagen sollte, gegeben. 1983 wurde er dann in Waldkirch zum Bürgermeister gewählt und blieb 32 Jahre: „So lang wie kaum ein anderer“, so Götzmann. „Über drei Jahrzehnte, da scheint eine Würdigung fast ausgeschlossen“, stellte er fest. Deshalb wolle er exemplarisch für die Gesamtleistung drei Dinge in den Vordergrund stellen, die am besten „die Weitsicht und das Gespür von Richard Leibinger darstellen und ihre Wirksamkeit bis heute zeigen“, bemerkte Götzmann.

An erster Stelle nannte er die Gründung der Stadtwerke vor rund 20 Jahren. „Mit der Gründung hat Richard Leibinger frühzeitig eine stabile Säule in der Infrastruktur geschaffen, auf die wir heute bei der Bewältigung eines weiteren, wichtigen Zukunftsthemas zurückgreifen können“, bemerkte Götzmann und spielte damit auf den Breitbandausbau im ganzen Stadtgebiet an. „Parallel dazu stehen die Stadtwerke heute auch für die Erschließung neuer, regenerativer Energiequellen“, ergänzte er.

Die Gründung des WABE e.V. ging ebenfalls auf Richard Leibinger zurück. „Erklärtes Ziel war es schon immer, soziale Verantwortung zu übernehmen und im Verbund Arbeitskräfte zu aktivieren“, betonte Götzmann. Nachdem es vor 20 Jahren noch in erster Linie darum ging, etwas gegen die hohe Arbeitslosigkeit zu tun, ständen heute vor allem junge Menschen im Mittelpunkt, die aus verschiedenen Gründen Schwierigkeiten haben, überhaupt einen ersten Schritt in den Arbeitsmarkt zu tun. Darüber hinaus gehören heute zur WABE gGmbH die Assessmentküche mit Mittagstisch, Feuersteins Möbelhaus, das Hin und Weg.

Für die Mitgliedschaft der Stadt Waldkirch im Netzwerk der „lebenswerten Städte – cittaslow“ setzte sich Richard Leibinger mit großem Enthusiasmus ein. Einen Blick über den Tellerrand hinaus zu werfen, sich übergreifenden, internationalen Kontakten und Sichtweisen zu öffnen und daraus wertvolle Impulse für den kommunalpolitischen Alltag zu holen, das habe Richard Leibinger an der Gedankenwelt der Bewegung unmittelbar angesprochen. „Hinter cittaslow verbirgt sich eine Sicht, die den bewussten und entschleunigten Umgang mit den wichtigen kommunalpolitischen Themen und Entscheidungen zur konkreten Philosophie macht“, bemerkte Götzmann. In Waldkirch zeige sich das nachhaltige Bewusstsein beispielsweise der Auszeichnung der Stadt als „FairTrade Town“.

„Zusammenfassend dürfen wir sagen, dass Richard Leibinger nicht nur sein ganzes Schaffen für Waldkirch eingesetzt, sondern dass er dabei Weitsicht bewiesen hat. Er hat Strukturen geschaffen, die eine hervorragende, nachhaltige Basis dafür bilden, um auch noch nach 20 Jahren neuen Herausforderungen zu begegnen“, schloss Oberbürgermeister Roman Götzmann.

Landrat Hanno Hurth würdigte die Leistungen Richard Leibingers im Kreisrat: „Es begann gleich mit einem Paukenschlag: 1984 zog er als Stimmenkönig in den Kreistag ein. Heute ist er dienstältestes Kreistagsmitglied, sein Einsatz und Engagement sind dennoch ungebrochen “, so Hurth. Richard Leibinger war einer der Gründerväter des Zweckverbands Regio-Nahverkehrs, er hatte an der Reaktivierung der Elztalbahn maßgeblichen Anteil und setzte sich für die biologisch-mechanische Abfallreinigung Kahlenberg ein, sodass der Bau einer Müllverbrennungsanlage vermieden wurde. „Richard Leibinger schaut über die Grenzen der Kommune und des Kreises hinaus. Die Städtepartnerschaft mit Schlettstadt und die Kontakte zu Drom Hasharom sind ihm sehr wichtig“, so Hurth. Als ganz persönliche Eigenschaft Leibingers nannte er die Nähe zu seinen Mitbürgern in Waldkirch: „Wenn man beim Orgelfest mit ihm durch die Straßen ging, konnte er zu jedem einzelnen etwas sagen.“

Als langjähriger Wegbegleiter und Freund drückte Armin Welteroth in einer emotionalen Ansprache seine Anerkennung aus. „Das überragende Lebenswerk Richard Leibingers begegnet uns jeden Tag, wenn wir durch Waldkirch spazieren oder fahren. Waldkirch ist eine prosperierende lebens- und liebenswerte Stadt geworden, die nicht alles, aber deutlich mehr bietet, als man für ein gutes Leben benötigt und zudem für die wesentlichen Herausforderungen gerüstet ist. Dies alles und dein großer Anteil hieran wurde vor vier Jahren mit der Ehrenbürgerwürde gekrönt“, richtete Welteroth seine Worte an den Jubilar. Welteroth wünschte ihm für sein Leben frei nach Grönemeyer, dass es „einzigartige Tausendstel-Momente bereithält, die man Sekundenglück nennt.“

Über das vielfältige ehrenamtliche Engagement Leibingers sagte er: „Andere spielen Golf oder tummeln sich in Aufsichtsräten. Das wäre nicht Richard Leibinger. Es ist toll, wie des dir gelungen ist, nach deiner Amtszeit in die zweite Reihe zurückzutreten und dich von dort wie selbstverständlich einzubringen.“

Richard Leibinger richtete anschließend noch einige Worte an die Anwesenden und dankte allen, die „das alles möglich gemacht haben“. Die Breite der unterrichteten Instrumente in der Musikschule habe sich gut entwickelt. „Die Zukunft der Musikschule war nicht immer so klar“, betonte er und dankte der Gesangsgruppe „Funacoustic“, die die musikalische Umrahmung übernommen hatten. Er erinnere sich auch gerne an den Erwerb der Gavioli-Orgel, die nach einiger Überzeugungsarbeit in England statt für 150.000 Pfund für 80.000 für das Elztalmuseum erworben werden konnte.

Im Anschluss klang der Tag mit einem Stehempfang, der zum regen Austausch genutzt wurde, aus.

(Erstellt am 09. Oktober 2019)

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