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Bahn frei - zu Fuß und auf dem Rad

Nun ist er offiziell freigegeben: Der Jünglingssteg verbindet wieder direkt Bahnhof und Innenstadt, ohne dass Fahrradfahrer*innen und Fußgänger*innen Umwege in Kauf nehmen müssen.

„Heute stehen wir hier und kommen fast wieder zu den Wurzeln zurück, denn bis in die 1930er Jahre gab es hier schon einmal eine Holzbrücke“, sagte Oberbürgermeister Roman Götzmann. „Danach folgte der Jünglingssteg, wie es ihn noch bis vor Kurzem gab.“ Götzmann wies daraufhin, dass die Fahrradfahrer und Fahrradfahrerinnen nun auch offiziell über die Brücke fahren dürften. „Ich bitte aber trotzdem noch einmal darum, dass alle aufeinander Rücksicht nehmen.“

Nachdem der Jünglingssteg nur noch nach vierteljährlicher Prüfung weiter benutzt werden durfte, entschied sich der Gemeinderat zunächst für eine Brücke in Stahlkonstruktion. „Aus heutiger Sicht ist es vielleicht ein Glücksfall, dass uns die Haushaltsperre dazwischengekommen ist, denn so mussten wir den Bau erst einmal auf Eis legen“, so Götzmann.

Später habe man im Gemeinderat noch einmal geprüft, welche Variante tatsächlich gebaut werden sollte. „Wir kamen zum Schluss, dass die Kosten einer Holzbrücke tragbar waren, die CO²-Bilanz aber wesentlich besser, sodass sich der Gemeinderat für Holz entschied“, betonte Götzmann. Es sei außerdem ein „Hingucker“ für die Stadt. Im Anschluss dankte er dem Gemeinderat für diese Entscheidung; außerdem den Planungs- und Baufirmen, dass der Bau so schnell vonstattengegangen war.

Der Leiter des Tiefbauamts Tobias Brenzinger berichtete, dass die Schließung des Jünglingsstegs drohte und man so innerhalb kürzester Zeit, von April bis Dezember, die Ausschreibung mit dem gesamten Leistungsverzeichnis erstellen und vergeben, die Brücke abreißen, wieder aufbauen und alle Anschlussarbeiten ausführen musste. „Hätte mich im Juli jemand gefragt, ob die Brücke im Dezember fertig ist, hätte ich das nicht geglaubt“, bemerkte Brenzinger.

44 Meter ist die Brücke lang, sie besteht auch 60 Kubikmetern Fichten- und Lärchenholz; außerdem acht Tonnen Stahlblech. „Gekostet hat sie am Schluss 1,2 Millionen Euro, davon sind 429.000 Euro Förderung“, so Brenzinger.

Martin Felber vom Ingenieurs-Büro Weiß freute sich darüber, dass bei diesem Projekt die ökologischen Gesichtspunkte eine so große Rolle gespielt hätten. Für ihn steht dennoch die Dauerhaftigkeit im Vordergrund. „Dadurch, dass sie mit dem Dach so gut vor Wassereinwirkung geschützt ist, kann sie älter werden als eine Stahlbrücke“, sagte er und erklärte, dass mehr als 100 Tonnen CO² in der Brücke gebunden sind.

Bevor das rotweiß gestreifte Band zur tatsächlichen Eröffnung entzweigeschnitten wurde, übergab Christof Burger, geschäftsführender Gesellschafter der Firma Karl Burger, Roman Götzmann und Tobias Brenzinger noch eine kleine Erinnerung an die alte Brücke: einen auf einem Holzpodest angebrachten T-Träger des Jünglingsstegs.

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