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Vorstellung des Klimaschutzkonzepts, des Klimamanagers und des European Energy Awards stößt auf großes Interesse

Beim Bürgerinformationsabend der Stadt Waldkirch wurde das Integrierte Klimaschutzkonzept für die Kommune öffentlich vorgestellt, Klimaschutzmanager Markus Dangel berichtete von seiner Arbeit und seinen Vorhaben, außerdem gab Eva Mutschler-Oomen einen Einblick in den European Energy Award.

„Um ein Klimaschutzkonzept zu erstellen benötigt man zunächst den Ist-Zustand“, erklärte Anne Hillenbach von der Energieagentur Regio Freiburg. So habe man zunächst ermittelt, welche Sektoren welchen Anteil am Energieverbrauch in Waldkirch haben. An der Spitze stehen dabei Privathaushalte, gefolgt von Industrie, dem Kleingewerbe und Verkehr.

Verwendet wird die Energie zum größten Teil zur Erzeugung von Wärme, aber auch für Strom oder direkt als Kraftstoff. Das Klimaschutzszenario sieht Stand 2016 bis 2050 eine Verringerung des Energieverbrauchs um mehr als die Hälfte vor, was dann noch immer einem Strombedarf von 159 Gigawattstunden pro Jahr entspricht. „Dies ist nur mit Effizienzsteigerungen machbar. Außerdem müssen die erneuerbaren Energien massiv ausgebaut werden“, so Hillenbach.

Gemäß den Erhebungen der Energieagentur beträgt das vorläufige Gesamtpotential Waldkirchs 176 Gigawattstunden, würde also bei voller Ausschöpfung den prognostizierten Bedarf decken. Derzeitiger Spitzenreiter ist der Ausbau von Photovoltaikanlagen, dann folgen Wind und Stand 2016 die Kraftwärmekopplung. Die Kraftwärmekopplung tritt derzeit in den Hintergrund, da sich die Installation von Wärmepumpen die vergangenen Jahre entwickelt hat und sich stärker durchsetzt.

Innerhalb von verschiedenen Bürgerworkshops wurden für das Integrierte Klimaschutzkonzept über 400 mögliche Maßnahmen gesammelt, davon wurden 23 Priorität eingeräumt. Zu diesen gehören beispielsweise Kampagnen zu Blockheizkraftwerken respektive Wärmepumpen, Photovoltaik oder zur energetischen Sanierung. Im Bereich Stadtentwicklung nannte Hillenbach die Planung des zukünftigen Wohngebiets „In der Elzschleife“ als „Klimaschutzquartier“, innerhalb der Verwaltung die Einstellung eines Klimaschutzmanagers, die Einführung des European Energy Awards oder im Bereich Mobilität und Verkehr eine Schulradwegeplanung oder einen Aktionstag Mobilität.

Die Präsentation kann unter dem folgenden Link als PDF heruntergeladen werden: Präsentation Integriertes Klimaschutzkonzept Waldkirch (1,5 MB)

Das gesamte Klimaschutzkonzept kann unter dem folgenden Link abgerufen werden: Integriertes Klimaschutzkonzept der Stadt Waldkirch

Im Kurzinterview stellte Anne Hillenbach dann Klimaschutzmanager Markus Dangel vor. Was seine Herzensangelegenheit sei, fragte sie ihn. „Die Debatte soll alle erreichen und niemanden ausgrenzen“, ist im wichtig. Kurz stellte er dann seinen Werdegang vor, der ihn an verschiedenen Stationen zu breitem Fachwissen verhalf. Dangel ist es außerdem wichtig, weiter eng mit dem Klimaschutzarbeitskreis zusammenzuarbeiten. „Es darf aber auch jeder anrufen oder vorbeikommen“, betonte er.

„Womit geht es bei der Umsetzung los?“, wollte Anne Hillenbach von ihm wissen. „Derzeit wird ein Solarkataster für Waldkirch erstellt. Es beinhaltet viele kleinteilige Informationen, dazu zählt beispielsweise die Schätzung des Eigenverbrauchs für ein einzelnes Gebäude, aber auch die Abschätzung der Kosten für den Bau einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach oder die Abschätzung, welche Leistung Sinn macht“, so Dangel. Weitere Maßnahmen, die sich bereits in der Planung oder Umsetzung befinden, sind eine kommunale Wärmeplanung, eine intelligente Einzelraumwärmeregelung für 15 Gebäude der Stadt und die Bereitstellung eines Lastenrads, das von allen Bürgern und Bürgerinnen ab Herbst ausgeliehen werden kann.

Eva Mutschler-Oomen stellte im Anschluss den European Energy Award (eea) vor, den sie für Waldkirch bei endura kommunal betreut. „Der eea ist eine Chance, strukturiert, umfassend und kontrolliert Klimaschutz voranzutreiben“, so Mutschler-Oomen. Innerhalb des Controllinginstruments werden 6 Handlungsfelder und 79 Maßnahmen unterschieden und bewertet. „Dies bietet die Möglichkeit zum Vergleich, europaweit“, so Mutschler-Oomen. Kommunen können Best-Practice-Beispiele hinterlegen, genauso aber auch abrufen und dann in der eigenen Stadt umsetzen. Ab einem Stand von 50% der erreichbaren Punkte wird der eea verliehen, ab 75% der eea „in Gold“.

Die Präsentation kann unter dem folgenden Link als PDF heruntergeladen werden: Der European Energy Award (1,4 MB)

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