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Neue Wege im Radverkehr finden

Zur aktiven Beteiligung an der Bürgerwerkstatt „Schulwegeplanung und Radverkehrskonzept für Waldkirch“ hatte die Stadtverwaltung eingeladen.

Die mit der Planung des Radverkehrskonzepts beauftragte Firma Rapp Trans hat bereits einige Vorarbeit geleistet. An diesem Abend konnten nun Bürger und Bürgerinnen ihre Sichtweisen und Wünsche für die künftige Planung der Radwege in Waldkirch einfließen lassen.

Für Therese Lüthi, die für die Erstellung des Konzepts zuständig ist, steht die Stärkung des Radverkehrs in der Stadt an erster Stelle. In einer Begehung vor Ort wurden die bereits vorhandenen Führungsformen erfasst, das Wegenetz analysiert und zusammengestellt, welche und wie viele Radabstellgelegenheiten es gibt.

„Das Ziel ist, dass Radfahren insgesamt Spaß macht und es attraktiver ist, das Rad zu benutzen, sodass das Auto stehen bleibt“, betonte Therese Lüthi. Dies soll zum einen durch eine möglichst direkte, durchgängige, komfortable und sichere Radverkehrsführung innerhalb der Kernstadt sowie zwischen den Ortsteilen und der Kernstadt erreicht werden. Zur Infrastruktur gehört außerdem die Bereitstellung von Abstellanlagen am Zielort.

Innerhalb der Netzkonzeption, die aus der Begehung hervorging, wurde eine Hierarchie festgelegt. Dabei gibt es die Hauptverbindungen, wie die viel genutzte Strecke von Kollnau/Gutach nach Buchholz unterhalb der Kastelburg, die dann als übergeordnetes Ziel weiter nach Emmendingen führen. Weitere Unterteilung sind die Basisverbindungen, wozu beispielweise der Weg zum Einkaufen, zur Schule oder zu Bahnhöfen gehört und weitere Wege mit weniger bedeutsamen Zielen, die als Verdichtungsnetz bezeichnet werden und von eher untergeordneter Bedeutung sind.

In die Radwegekonzeption werden auch die Ergebnisse der Schulwegeuntersuchungen, die gemeinsam mit den Schülern und Schülerinnen der weiterführenden Schulen und der Grundschulen durchgeführt wurden, einfließen.
Innerhalb der anschließenden Beteiligung durch die Bürger und Bürgerinnen wurde an Tischen zu verschiedenen Themen diskutiert.

Als besondere „Knackpunkte“ innerhalb der Verkehrsführung benannten die Teilnehmenden die Kreuzung Stahlhofstraße und Freie Straße, außerdem die Abzweigung zum Schwimmbad in Kollnau/Gutach und die Unterführung beim Jungfernsteg.
„Es gibt insgesamt zu wenig Abstellplätze“, war die einhellige Meinung der Anwesenden. Insbesondere gilt das für den Marktplatz. „Die Stellplätze am Gymnasium könnten überdacht sein“, wünscht sich ein Jugendlicher. Stellplätze für Räder mit Anhänger gibt es so gut wie gar nicht.

Die Frage, wie man generell mehr Leute auf das Fahrrad bekommen könnte, wurde einhellig mit „Verbesserung der Radinfrastruktur“ und „mehr Sicherheit“ auf Radwegen beantwortet. Im ideellen Bereich wurde ein Belohnungssystem, das per App Punkte für Radfahren vergibt, vorgeschlagen.

Ganz klare Vorstellungen von Verbesserungen in ihrem Lebensbereich hatten die Jugendlichen. Sie wünschen sich verbunden mit einem absoluten Halteverbot, dass die Schüler und Schülerinnen, die mit dem Auto zur Schule gebracht werden, nicht direkt vor der Schule abgeladen werden, sondern in „Drop off Zones“. Sie wünschen sich mehr Kontrollen durch die Polizei und dass die Merklinstraße, an die mehrere Schulen anliegen, eine Rad- oder sogar Spielstraße wird. Außerdem wünschen sie sich eine Verbesserung des ÖPNV und der Qualität der bereits vorhandenen Radwege.

„Wir sind uns einig, dass Radfahren mehr Raum braucht“, führte Oberbürgermeister Roman Götzmann aus. „Wir müssen damit rechnen, dass sich wiederum die Autofahrer eingeschränkt fühlen werden. Wenn wir das aber ernst nehmen, gehören solche Einschnitte dazu“, betonte er. Besonders bedankte er sich noch einmal bei den vielen Schülern und Schülerinnen, die sich als größte Gruppe der Radfahrenden in Waldkirch an diesem Abend lebendig in die Diskussion eingebracht hatten.

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