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Ein weiterer Schritt zur Partnerschaft zwischen Korjukiwka und Waldkirch

Einen weiteren Schritt nach vorn ging es mit der Projektpartnerschaft zwischen der ukrainischen Stadt Korjukiwka und Waldkirch.

Innerhalb einer Online-Konferenz tauschten sich Bürgermeister Ratan Achmedow und Oberbürgermeister Roman Götzmann miteinander über mögliche Inhalte einer Partnerschaft aus.


Im April hatte Waldkirch auf einen Aufruf der Servicestelle Kommunen in einer Welt (SKEW) reagiert und Interesse an einer Partnerschaft mit einer ukrainischen Stadt bekundet. Dem Angebot, mit Korjukiwka eine Projektpartnerschaft einzugehen, stimmte auch der Gemeinderat sofort zu.

„Gleich zu Beginn des Kriegs in der Ukraine hat sich in Waldkirch große Solidarität gezeigt“, so Götzmann. Diese sei auch stark von Ukrainern und Ukrainerinnen mitgetragen worden, die bereits seit Längerem in Waldkirch lebten. Ratan Achmedow drückte seinen Dank dafür aus, dass Waldkirch geflüchtete Ukrainer und Ukrainerinnen aufgenommen hat.

„Korjukiwka und Waldkirch haben sehr viele Gemeinsamkeiten“, betonte Achmedow. Auf der Fläche der ukrainischen Gemeinde von 1000 Hektar lebten 21.000 Einwohner. „Historisch gesehen, war Korjukiwka eine Gewerbestadt.“ Im Vordergrund stand die Zuckerproduktion. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Korjukiwka im März 1943 vollkommen zerstört. Beim Wiederaufbau wurde auch ein großes Tapetenwerk gebaut, das es heute noch gibt und in dem rund 1000 Mitarbeitende tätig sind. Der Schwerpunkt liegt inzwischen auf der Holzverarbeitung. Das große Klinikum in Korjukiwka hat einen Einzugsbereich von 200.000 Menschen; Tourismus und Landwirtschaft spielen ebenfalls eine Rolle.

Das Problem der Besetzung von Stellen vor allem im Bereich von Betreuung und Schule ist in Korjukiwka nicht unbekannt. „Die jungen Menschen gehen in die Großstädte, um zu studieren und kehren dann nicht zurück.“ Aktuell sind alle der zehn Schulen in Korjukiwka im „Online-Betrieb“. „Um die Oberschüler auf die Universität vorzubereiten, haben wir eine Vorbereitungsklasse in unserem Jugendzentrum eingerichtet“, berichtete Achmedow.

Eine große Herausforderung sei derzeit die Stromversorgung: „Sie fällt fast jeden Tag aus. Mal sind es zwei Stunden mal acht. Wir versuchen auch, die Heizung auf Holz umzustellen, wo es geht“, sagte Achmedow. In Korjukiwka liegen in diesem Moment bereits 20 Zentimeter Schnee. Kurzfristig benötige man vor allem einen großen Stromgenerator, aber auch Babynahrung, Windeln für Kinder und Ältere. "Vielleicht bekommen wir vor Weihnachten noch eine Hilfsaktion hin", sagte Jana Kempf, Abteilungsleiterin für Jugend, Soziales und Integration. "Bei konkreten Bedarfen bin ich zuversichtlich, dass die Waldkircher noch einmal gerne spenden werden."


Mittelfristig möchten sich Götzmann und Achmedow auf jeden Fall persönlich treffen. „Vielleicht ist ja bereits im Frühjahr eine Delegationsreise zu uns denkbar“, lud Götzmann Ratan Achmedow nach Waldkirch ein.  Mit Schüleraustauschen müsse man selbstverständlich warten, bis alles wieder sicher ist.

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