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Ausstellung „Future Fashion statt Fast Fashion“ in der Sparkasse

Im Rahmen der Fairen Woche wird in der Sparkasse (Damenstraße 8) derzeit die Ausstellung „Future Fashion statt Fast Fashion“ gezeigt.

„Heute ist Weltkindertag, da ist das Thema Textilien und die Bedingungen, unter denen sie hergestellt werden, noch einmal von besonderer Bedeutung“, sagte Oberbürgermeister Roman Götzmann bei der Eröffnung der Ausstellung. Seit 2018 sei Waldkirch Fairtrade Stadt und die Rezertifizierungen auch während der Corona-Pandemie zeigten, dass man regelmäßig auf verschiedene Weise für das Thema „fairer Handel“ sensibilisiere. In diesem Zusammenhang dankte Götzmann ausdrücklich der Steuerungsgruppe, die sich immer wieder aktiv um Veranstaltungen und Information kümmere. „Die Ausstellung, die hier in der Sparkasse zu sehen ist, zeigt sowohl die sozialen als auch die Umweltprobleme. Sie bietet aber auch Lösungen an“, erklärte Misuk Choi, Referentin der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg. Der Begriff „Fast Fashion“ fasse das Problem sehr gut zusammen, denn die Textilunternehmen weckten das Bedürfnis immer wieder Neues zu kaufen und das dann selbstverständlich billig. Die Etiketten in Kleidung wiesen als Herstellerland an erster Stelle meist Bangladesch oder andere asiatische Länder aus, doch hier sei meist nur die „Endstation“, denn dort werden die Kleidungsstücke meist konfektioniert. „Die meisten Textilien durchlaufen im Produktionsprozess viele verschiedene Länder von der Herstellung der Baumwolle bis zur Auslieferung“, so Choi. Die asiatischen Länder stünden in einem starken Preiswettkampf untereinander und es gebe zwar Arbeits- und Umweltschutzauflagen, diese würden aber nicht ausreichend kontrolliert. Besonders während des Beginns von Corona habe sich das Machtungleichgewicht zwischen Käufern und Herstellerländern gezeigt. „Aufträge selbst bereits hergestellter Kleidung wurden in den Produktionsländern storniert. Die Hälfte aller Arbeiter und Arbeiterinnen wurden beurlaubt oder entlassen – ohne Lohnfortzahlung“, so Choi. „Da die niedrigen Löhne keine Rücklagen zuließen, war die Lage eklatant.“ Es gebe bereits Abkommen wie den „Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh“, der sehr erfolgreich war. Ab 2023 trete für Firmen mit mehr als 3000 Mitarbeitenden und ab 2024 für Firmen mit mehr als 1000 Mitarbeitenden das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, kurz Lieferkettengesetz, in Kraft. „Dann müssen Unternehmen Risikoanalysen entlang der Lieferkette durchführen, ob die Menschenrechte eingehalten werden“, führte Choi aus. Die Ergebnisse werden durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle überwacht. Es muss nachgewiesen werden, dass mit dem Einkaufspreis Arbeitsschutz gewährt und ein Lohn gezahlt werden kann, der zum Überleben reicht. Die Ausstellung „Future Fashion statt Fast Fashion“ zeigt nicht nur die sozialen und Umweltprobleme der Textilwirtschaft auf, sondern regt auch dazu an, sich mit dem eigenen Konsum auseinanderzusetzen. Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten der Sparkasse am Montag, Dienstag und Freitag von 9 bis 12 Uhr und 14 bis 16.30 Uhr, am Mittwoch von 9 bis 12 Uhr und am Donnerstag von 9 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr noch bis Donnerstag, 29. September, zu sehen. 

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