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Portraitkonzert Vasiliki Kourti-Papamoustou

Ein ganz besonderes Konzert gab es in den Räumen der Städtischen Musikschule im Gisela Sick Bildungshaus. 

Das Portraitkonzert mit Kompositionen von Vasiliki Kourti-Papamoustou, die seit 2017 Komposition an der Musikschule unterrichtet, zeigte die ganze Bandbreite der musikalischen Kreativität der Musikerin.

„Ich freue mich schon seit Beginn des Schuljahres auf dieses Konzert“, bemerkte Musikschulleiter Stefan Goeritz und wies daraufhin, dass alle Stücke, die vor allem von den Lehrenden, aber auch einigen Schülern und Schülerinnen zu Gehör gebracht wurden, von Vasiliki Kourti-Papamoustou komponiert wurden. „In zehn Jahren wird es vielleicht so sein, dass 50% der Stücke, die bei Konzerten Musikschule gespielt werden, selbst komponiert sind“, sagte Stefan Goeritz und spielte damit auf das neue Musikschulkonzept an, das darauf setzt, die Kreativität über das Beherrschen des Instruments hinaus zu fördern. „Musik ist nicht etwas, was vor langer Zeit entstanden ist und wir stellen dann die Noten auf den Ständer und spielen das. Musik entsteht immer wieder neu und das wollen wir unseren Schülern und Schülerinnen auch mit diesem Konzert nahebringen“, betonte Goeritz.

Vasiliki Kourti-Papamoustou

Den Anfang machte dann gleich ein nur in Waldkirch nicht ungewöhnliches Instrument. Auf der Drehorgel spielte Achim Schneider das Stück „Playground“ in das man gut hineininterpretieren konnte, das Spiel von Kindern, die zunächst ganz gemächlich ankommen, dann immer lebhafter miteinander spielen, einen Streit beginnen, aufhören, ein zweiter Streit, vielleicht sogar unter den Eltern brandet auf, flaut ab, das Spiel geht weiter, alle gehen wieder friedlich nachhause, zu hören.

Es folgte der Animationsfilm „Kröte und Bär“ oder wie die Schildkröte ihren Panzer erhielt. Ein anrührender Film in schwarz-weiß zweier ungleicher Freunde, der wunderbar durch die begleitende Musik in Szene gesetzt wurde. Weitere Beispiele ganz anderer Art waren die Vertonung restaurierter Filmsequenzen der ersten Olympischen Winterspiele von 1928 oder ganz experimentell die Vertonung von „Sequence“, das abstrakte Aquarelle in Braun- und Grüntönen zeigte und mit einzelnen Tönen und Tonfolgen von Geige, Klarinette und Klavier begleitet wurden.

Vasiliki Kourti-Papamoustou komponiert außerdem Stücke für Schüler, denn „neue Musik ist nicht nur für die, die alles schon können“, so Kourti-Papamoustou. So ließ Antoine Billet auf dem Cello „a tiny fly“ fliegen, auch wenn sie am Schluss erwischt wird oder es ging „Up in the sky“. Dass das dann durchaus anspruchsvoll sein kann, zeigte Marie Lorenz mit dem Stück „Das Mädchen und der Berg“, das auch schon als Vorspielstück für den Karl-Bechstein-Wettbewerb ausgewählt wurde.

Experimente auf Blockflötenköpfen oder „How G“ für Tenorsaxophon und Live-Elektronik sowie weitere Stücke rundeten das Konzert abwechslungsreich ab.

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