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Warum Kamishibai den Landesfestumzug begleitet

Mit dem Landesfestumzug am Sonntag, 9. September, finden die Heimattage Baden-Württemberg ihren krönenden Höhepunkt. Am Landesfestumzug nehmen auch alle Kindertagesstätten aus Waldkirch teil. Angekündigt werden die Gruppen von einem Fahnenträger mit Kamishibai-Motiven. Kamishibai beim Landesfestumzug? Die Motive hat die Malerin und Grafikerin Steph Burlefinger entworfen. Sie erzählte im Gespräch, was es damit auf sich hat.

Den ersten Kontakt habe sie bereits vor Jahren mit dem Kindergarten St. Carolus aufgenommen, nachdem Waldkirch als Heimattageausrichter für 2018 feststand. „Wie kann man das Thema „Heimat“ kindgerecht angehen? Wie können wir das Thema „Heimat“ in ein Produkt packen, sodass wir alle mitnehmen, Kinder und Erwachsene?“, stellte sich Steph Burlefinger die Frage.  Das war die Geburtsstunde des Kamishibai.

 „Kamishibai heißt Erzähl- und Mitmachtheater“, bemerkte sie. „Da kann man mitmachen wie bei den Heimattagen auch.“ Gemeinsam mit den Kindern und Erzieherinnen gingen sie zunächst der Frage nach „Was ist für dich Heimat?“ Nach einer sehr großen Sammlung an Begriffen, Orten und Ideen, fassten sie die zentralen und für die Kinder wichtigsten Orte und Begebenheiten zusammen.

Wichtig war für Steph Burlefinger außerdem, dass sich nicht nur alle Stadtteile, sondern auch alle Familien in den Geschichten wiederfinden, die hinter den Motiven stecken und sich dadurch damit identifizieren können. „Da Kamishibai etwas Japanisches ist, steckt selbstverständlich noch mehr dahinter“, so Burlefinger. „Es geht dabei um das Entstehen eines Gemeinschaftsgefühls.“

Wie funktioniert Kamishibai in der Praxis? Entstanden sind 13 Bildkarten, die auf der Vorderseite mit den von Steph Burlefinger gemalten Orten, geschichtlichen Bezügen oder auch Traditionen in Waldkirch, bedruckt sind. Verbindendes Element ist die Wolke Wanda, die auf jeder der Karten zu sehen ist und einen Bezug zum vorherigen Bild hat. Die Bilder selbst sind in einem Holzrahmen eingespannt, der wie ein kleines Kasperletheater aussieht. Ein Erwachsener erzählt dann zunächst die Geschichte, die auf der Rückseite steht. Ziel ist es, die Kinder selbst zum Erzählen und Sprechen zu bringen, darüber, was sie sehen, was sie dort „auf der Burg“, „auf dem Markt“ oder beim „Orgelfest“ erlebt haben.

Steph Burlefinger berichtet von einem Gemeinschaftsgefühl, das im Laufe des Projekts „Kamishibai“ entstand, das sich bei den Kindern unter anderem in einem „inneren Bedürfnis am Landesfestumzug teilzunehmen“ äußerte. 

(created on 16. August 2018)

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