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Neue Dauerausstellung im Elztalmuseum

1.100 Jahre Stadtgeschichte und weit über 10.000 Gegenstände der städtischen Sammlung mussten für die neue Dauerausstellung „TalGeschichte(n)“ im Elztalmuseum gesichtet, bewertet und zusammengefasste werden. Nach zwei Jahren wurde nun die neu konzipierte Ausstellung eröffnet und zog bereits am ersten Tag viele interessierte Besucher und Besucherinnen an.

1985 war das Elztalmuseum in den heutigen Räumlichkeiten eingerichtet worden, seitdem habe es viele neue Erkenntnisse zur Siedlungsgeschichte des Elztals gegeben, so Oberbürgermeister Roman Götzmann bei der feierlichen Eröffnung der neuen Dauerausstellung. Zudem habe man eine zeitgemäße Präsentation angestrebt, die „einen einfacheren Zugang zu mitunter schwierigen Themen“ biete. Die Idee, die Dauerausstellung zur Heimatgeschichte im Elztalmuseum zu überarbeiten, kam bereits 2014 auf, als Waldkirch die Zusage bekam, 2018 Ausrichter der Heimattage Baden-Württemberg zu werden. 2016 wurde die Rahmenkonzeption für die neue Dauerausstellung erarbeitet und vom Gemeinderat verabschiedet.

Die Kuratorin der Ausstellung, Christine Reinhold, betonte, dass es eine Herausforderung gewesen sei, die Zeit von 1.100 Jahren und die Vielfalt der Geschichte auf einem so kleinen Raum zusammenzufassen. „Der chronologische Rundgang im ersten Stockwerk führt nun im Bogen von der Klostergründung über die Schwarzenberger im Mittelalter bis heute“, so Reinhold. Die Ausstellung im zweiten Stock widmet sich einzelnen Themen, die die Identität des Tals aufzeigen. „Zur lebendigen Darstellung tragen außerdem die Hör- und Medienstationen bei“, erklärte Christine Reinhold. Als größtes Exponat diene das Gebäude selbst, das sich durch orangene Vitrinen gekennzeichnet, durch die ganze Ausstellung zieht. Christine Reinhold und der Leiter der Abteilung Kultur Gregor Swierczyna dankten im Anschluss einer Vielzahl an ehren- und hauptamtlich an der Entstehung der Ausstellung Beteiligten. 

„Man kann mit Recht sagen, der heutige Tag ist ein Freudentag“, bemerkte Wolfgang Ihle als Vertreter des Fördervereins. Nun trage das Elztalmuseum seinen Namen wieder zu Recht und biete mit seiner Ausstellung den Anreiz, die Geschichte des Tals zu erkunden und diese im Anschluss auch außerhalb, beispielsweise entlang des Gewerbekanals oder auf der Schwarzenburg, zu erkunden. „Das Kollegiatsstift wird nun wieder würdig präsentiert, indem es fundiert erläutert wird“, ging Ihle auf das größte Exponat der Ausstellung, das Haus selbst, ein. Er freue sich, im Namen des Fördervereins 15.000 Euro zur Neukonzeption beisteuern zu können.

Das Zwischenspiel von Barbara und Thomas Kern entführte die Gäste in das Jahr 1880, als Kaiser Wilhelm Waldkirch besuchte. In gekonnter und unterhaltsamer Manier präsentierte Thomas Kern als „Faktotum“ die Geschichte des Hauses vom Bau ab 1753 bis 1755 über die Säkularisation 1805 als es dann „aus war mit der Herrlichkeit“ und zunächst eine Baumwollfabrik und dann dreimal ein Lazarett im Gebäude Platz fanden. Erst mit „dem ehrenwerten Hoteldirektor Gaess“, der es restaurierte, konnte die „Haute-Volaute aus Berlin“ in Waldkirch Einzug halten. Das gefällt dem Faktotum und Revolutionär von 1848 selbstverständlich gar nicht, erst nachdem er von seiner Frau (Barbara Kern) die Unausweichlichkeit des kaiserlichen Besuchs vor Augen geführt bekommt, gibt er notgedrungen nach. Der Fanfarenzug Schwarzenberger Herolde umrahmte die Eröffnung musikalisch. 

Die Ausstellung ist von Dienstag bis Samstag von 13 bis 17 Uhr und am Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Am Sonntag bietet das Museumscaféteam von 14 bis 17 Uhr Kaffee und Kuchen.

(created on 06. November 2018)

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