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Das Mittelalter hielt Einzug in Waldkirch

Ein buntes Bild gab Waldkirch erneut beim 9. Historischen Marktplatzfest ab. Ob Schwein vom Spieß, Späße des Hofnarrens oder der feierliche Einzug des Erzherzogs Ferdinand, das Spectaculum ließen sich viele tausend Gäste nicht entgehen.

Bildergalerie 9. Historisches Marktplatzfest

Den Auftakt machte das Festival der Spielleute und Gaukler, das vom Fanfarenzug der Schwarzenberger Herolde eröffnet wurde. Oberbürgermeister Roman Götzmann hieß während seiner Begrüßung insbesondere die Sbandieratori di Arezzo willkommen, die als Fahnenwerfer aus Italien angereist waren und ihr Können eindrucksvoll zur Schau stellten. Weitere Gäste aus dem Ausland waren die Spielleute Tryzna aus Polen und aus der Schweiz die Companie Basilisk.

Seinen besonderen Dank richtete Götzmann an den Fanfarenzug Schwarzenberger Herolde, der das Fest bereits seit zwei Jahren vorbereitet hatte.  Bis spät in die Nacht hinein wurde anschließend in der Schlettstadtallee und im Landknechtslager zu mittelalterlichen Klängen getanzt und gefeiert.

Bei angenehmen Temperaturen nahm das Leben am Samstag vor mittelalterlicher Kulisse Fahrt auf. Das Spiel der verschiedenen Fanfarenzüge, die Gaukler mit oder ohne Feuer, die Spielleute „Heidenspaß“, „Lumbegsindl“, „Zackenflanke“ oder „Maleficus“ ließen vor allem gegen Abend zusammen mit dem Rauch der Feuer eine einmalige Stimmung aufkommen.

Die Kinder traten beim „Ritterturnier der Erbsengilde“ an, während die Erwachsenen sich auf dem Marktplatz zu den Vorentscheidungen des Wagenradziehens begaben. Nachdem unter Jubelrufen huldvollen Einzug des Erzherzogs mit Gefolge, begann der Wettkampf. Der Startschuss wurde von einem „Laissez les aller!“ des Zeremonienmeisters ersetzt und schon zogen alle vier Mannschaften am Seil.

Das Publikum feuerte die Mannen an, bis der im Wagenrad befindliche Stab auf einer der vier Seiten herunterfiel. Das Finale machten die „Wächter vom Kronentor“ „Die freie Bauernschaft von Siensbach“, die „Dettenbacher Wegelagerer“ und „Die jungen Wilden“ am Abend unter sich aus. Zu guter Letzt standen die „Wächter vom Kronentor“ als umjubelte Sieger fest. Einen Trostpreis erhielten „Die wehrhaften Wieber vom schwarzen Berg“, die sich als einzige Frauengruppe zum Turnier angemeldet hatten.

Am Sonntagvormittag fand traditionell der Empfang der Stadt Waldkirch im Bürgersaal statt. Musikalisch umrahmt vom „Lumbegsindl“ empfing Oberbürgermeister Roman Götzmann die Delegationen der teilnehmenden Vereine. Dabei begrüßte er Andreas Müller aus Staufen, der seinen Urlaub verschoben hatte, um als Erzherzog Ferdinand II. dem Fest mit seiner jungen Frau Philippina, Glanz zu verleihen.

Dass die Waldkircher und Waldkircherinnen sich mit dem Marktplatzfest besonders identifizierten, sehe man daran, wie viele sich ein mittelalterliches Outfit zugelegt haben. „Dadurch entsteht eine besondere Stimmung in der ganzen Stadt, die einfach ansteckend ist“, bemerkte Götzmann. Seinen abschließenden Dank richtete er noch einmal als Vertreter des Fanfarenzugs an Martin Stauffer und an Clemens Brucher, der die Gesamtleitung inne hatte. Gegen Abend klang eine weitere grandiose Veranstaltung des Heimattagejahrs aus.

(created on 30. July 2018)

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