Deutsch
Sie sind hier: Startseite / Stadtinfo & Tourismus / Stadtführungen / Zeitreisen mit des Torwächters Weib

Zeitreisen mit des Torwächters Weib

Einmal monatlich streift sie für zwei Stunden das Gewand und Barett über, legt ihren geflochtenen Korb auf denRücken und läuft dann zur Hochform auf. Des „Torwächters Weib“ (Barbara Kern) entführt zunächst in die Zeit der Klostergründung im Jahre 918. Danach findet sie sich dann im 16. Jahrhundert ein, um dort dem „größten“ Sohn Waldkirchs mit amüsanten Wortduellen zu begegnen. Balthasar Merklin wurde 1508 nicht nur zum Propst von Waldkirch ernannt, sondern 1527 sogar Reichsvizekanzler.
 
Ein zunächst etwas schläfriger „Wächter der Küchlinsburg“ ist die nächste Bekanntschaft, genauso wie ein „Bader“ aus der öffentlichen Badeanstalt seinen Kopf herausstreckt oder aber der Nachtwächter seine tiefe Stimmer zeigt. Vorbei an markanten und weniger bekannten Ecken wie einer „versteckten“ Stadtmauer und dem Gewerbekanal entlang, des Torwächters Weib führt geschickt durch die mittelalterliche Stadt. An 500 Jahre blühendes Edelsteingewerbe geht kein Weg vorbei: Der Edelsteinschleifer hält die neuzeitlich gewandeten Gäste an. Was es mit der Hexenverbrennung, Kaiser Karl V. und Julius Cäsar zu tun hat, das erzählt das Weib auf dem Marktplatz.

Von April bis Oktober gibt es die beliebten Zeitreisen mit des „Torwächters Weib“, das durch das mittelalterliche Waldkirch auf weitere Zeitgenossen trifft.

Termine

  • Freitag, 26. April, 18  bis 20 Uhr
  • Freitag, 17. Mai, 19 bis 21 Uhr
  • Freitag, 28. Juni, 19 bis 21 Uhr
  • Freitag, 2. August, 19 bis 21 Uhr
  • Freitag, 11. Oktober, 19 bis 21 Uhr

Informationen zu Preisen und Anmeldung bei der Tourist-Information im Rathaus zu den Öffnungszeiten, unter der Telefonnummer 07681 19433 oder per E-Mail an touristinformation@stadt-waldkirch.de.

Geschichte zum Anfassen

Geschichte in Form eines Theaterschauspiels heißt die Zauberformel der beliebten Zeitreise mit des "Torwächters Weib". Dabei begegnen ihm an verschiedenen Stellen der Stadt mittelalterliche Zeitgenossen und tragen manche Wortduelle aus. Die Führung der besonderen Art dauert zwei Stunden und ist mit viel Abwechslung und Spaß gewürzt. Geschichte zum Anfassen wird hier wirklich mit Herz gelebt.

Geschichte in kurzweiliger Form

Mit Gewand und Barett, spitzer Zunge und lockeren Sprüchen lädt des "Torwächters Weib" einmal im Monat zu den etwas anderen Stadtführungen ein. Den Exkursionsteilnehmern wird in faszinierender und begeisternder Art in zwei Stunden in stets kurzweiliger und vor allem lebendiger Form die Geschichte der Stadt Waldkirch näher gebracht. Die Frau des Torwächters vom Niedertor (Barbara Kern) entführt als Zeitzeugin durch das historische Städtchen und entzückt mit ihrer mittelalterlichen Sprache. Es kommt nie Langeweile auf. Groß und Klein werden an verschiedene Orte und teilweise weniger bekannte Stellen, Ecken und Orte entführt.
Überraschungsgäste bereichern die ungewöhnliche Stadtführung, die 2006 erstmals als Versuch in das Programm aufgenommen wurde. Seither hat sich das von geschichtlich interessierten Bürgern inszenierte historische Schauspiel immer weiter entwickelt. Handelnde Personen der dortigen Zeit haben treten auf und geben der Führung eine besondere Note.

Vom Stiftsbezirk über Balthasar Merklin in die neue Stadt

Die Zeitreise in das historische Waldkirch beginnt im Stiftsbezirk auf dem Kirchvorplatz mit der Gründung des Frauenklosters im Jahre 918, dem Chorherrenstift und dem ehemaligen Propsteigebäude, dem heutigen Museum. Dort erwartet die Gästeschar kein Geringerer als Balthasar Merklin (Thomas Kern), der "große Sohn" der Stadt, der 2008 im Rahmen dieser Führungsreihe nach 500 Jahren zu neuem Leben erweckt wurde. 1508 wurde der einstige deutsche Reichsvizekanzler zum Propst von Waldkirch ernannt. Vom Elztalmuseum geht es in die "neue" Stadt unter ein Stück alter Stadtmauer, am Gewerbekanal entlang.

Edelsteinschleifer und Nachtwächter

Dort wartet ein Edelsteinschleifer (Bernd Wintermantel) unter einem großen Sandstein liegend die Gästeschar und lässt die fünfhundert Jahre dauernde Blütezeit der Edelsteinschleifer aufleben. Von der alten Badstube geht es in Richtung „Rebstockgasse“, wo der Nachtwächter (Matthias Schmieder) mit lauter Stimme und wachem Blick ein besonderes Augenmerk auf die neuzeitlich gewandeten Zeitreisenden wirft. Vorbei am Orte der Hexenverbrennung wartet schließlich das altehrwürdige Rathaus mit einem geheimnisvollen Torbogen. Es wird nochmals turbulent, wenn der mit einer Hellebarde bewaffnete Torwächter nach den Rechten und seinem Eheweib schaut und so für einen fulminanten Abschluss sorgt.

Bedeutende Epochen spielerisch vermittelt

Mit den Führungen in die Waldkircher Vergangenheit möchten Barbara und Thomas Kern, die geistigen Eltern und "Motoren" dieser Zeitreise, und die anderen Mitwirkenden bedeutende Epochen der Stadtgeschichte auf schauspielerische Art vermitteln. Damit wollen sie ganz im Sinne einer lebenswerten "cittaslow" einen praktischen Beitrag zum Erleben der reichhaltigen Stadtgeschichte leisten genauso wie mit den Türmerführungen im August und September.