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Bergbauwanderweg Silbersteig

Der Silbersteig Suggental führt dich durch eine faszinierende Landschaft, die der Mensch über und unter der Erde verändert hat.

Zwei Varianten

Der Weg umfasst zwei Varianten, von denen die eine rund sechs Kilometer umfasst und auch von Kindern gut gegangen werden kann und eine weitere mit einer Länge von rund zwölf Kilometern Länge.

Beide Wanderungen haben mit Höhenunterschieden von rund 200 und 400 Metern moderate Auf- beziehungsweise Abstiege, sind aber nicht für Kinderwagen geeignet. Unterwegs informieren Tafeln über die bewegte Geschichte des Tals, das bereits jahrhundertelang vom Menschen über und unter der Erde mitgestaltet worden ist. 

Kürzere Variante

Die kleine Runde des Bergbauwanderwegs führt nach ungefähr 40 Minuten zum heutigen Besucherbergwerk. Dort kann man am Stolleneingang des St. Anna Stollens einige Grubenwagen, mit denen das Erz aus den Stollen gefördert wurde und den Turm des Förderschachts sehen.

Die gesamte Wegbeschreibung gibt es auf der Internetseite des ZweiTälerLands unter dem folgenden Link: Wegbeschreibung kleine Runde Silbersteig

Längere Variante

Die längere Variante beginnt an der Stele neben dem Eingang zum St. Anna Stollen und führt dann auf einem Rundweg bis zur Schwarzenburg. Von dort geht es an einigen Aussichtspunkten vorbei auf der anderen Seite des Suggentals zurück zum Ausgangspunkt. 

Die gesamte Wegbeschreibung gibt es auf der Internetseite des ZweiTälerLands unter dem folgenden Link: Wegbeschreibung große Runde Silbersteig

Zur Geschichte des Bergbaus

Die Lagerstätten im Suggental lockten in der Römerzeit, im Mittelalter sowie in der Neuzeit viele Mensche an, die die begehrten Erze abbauten. Während die Römer Eisen, vielleicht auch Silber gewannen, wurde im Mittelalter vor allem Silber geschürft. Aus jeder Tonne Erz konnten nur ein bis zwei Kilogramm Silber produziert werden. Die Gruben wurden im 12. Jahrhundert von den Herzögen von Zähringen ausgebeutet. Rund 300 Bergleute waren zur Blütezeit des Silberabbaus im Suggental beschäftigt und lebten dicht gedrängt im oberen Teil des Tales.

Als der Suggentalbach nicht mehr ausreichte, um das Erz zu waschen, wurde ein 15 Kilometer langer Kanal von St. Peter im Schwarzwald bis oberhalb Suggentals gebaut und ein Stausee angelegt. Vermutlich nach einem schweren Unwetter (siehe hierzu die Sage) brach der Staudamm, die gesamte Grubenanlage wurde überflutet und 150 bis 300 Bergleute ertranken in den Stollen. Seit 1985 sind die Mitglieder der "Bergbauforschungsgruppe Suggental" dabei, Stollen teilweise wieder aufzuwältigen, zu restaurieren und mit aktiver Unterstützung der Stadt Waldkirch wieder begehbar zu machen.