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Das Reichskloster in „Uualdkiricha“ – Faksimile der Urkunde Otto III. künftig im Elztalmuseum

TalGeschichte(n) – unter diesem Motto hat das Elztalmuseum für Regionalgeschichte und Orgelbau in Waldkirch die stadt- und regionalgeschichtlichen Abteilung neu konzipiert.

 In zwölf Räumen auf zwei Stockwerken werden künftig 1.100 Jahre Siedlungsgeschichte des Elztals präsentiert. Die Besucher erhalten spannende Einblicke in die bewegte Geschichte der Region und können Themen, die sie besonders interessieren, mit Audio, Video und weiteren multimedialen Elementen vertiefen.

Ein besonderes Objekt in der Ausstellung wird das Faksimile einer Urkunde von Otto III sein, die das Kloster St. Margarethen am 22. Dezember 994 offiziell zum Reichskloster erklärt und es unter seinen Schutz nimmt. Durch die Ernennung zum Reichkloster wird das Kloster St. Margarethen in Waldkirch den Klöstern Reichenau und Corvey gleichgestellt. Durch die Urkunde erhielt das Kloster auch eine eigene Immunität und eine eigene hohe Gerichtsbarkeit. Die entsprach den Rechten einer eigenen Grafschaft; infolge konnte das Kloster einen eigenen Vogt frei wählen und wieder absetzen. 

Die Original-Urkunde liegt im Generallandesarchiv Karlsruhe. Hans-Jürgen van Akkeren vom Atelier van Akkeren - Kunst & Geschichte hat in mühevoller Kleinarbeit ein Faksimile angefertigt, das künftig im Elztalmuseum zu bewundern sein wird. Mit Gänsefeder und Eisengallustinte hat er den Text originalgetreu auf Ziegenpergament geschrieben und das neun cm große Siegel aus Wachs nachgefertigt. Die Urkunde ist auf Latein; in der dritten Zeile im Urkundentext findet man Waldkirch. Es wurde damals noch „Uualdkiricha“ geschrieben. Eröffnung der neuen Dauerausstellung „TalGeschichte(n)“ ist am Sonntag, 4. November, im Elztalmuseum. Einen ersten Einblick gibt es bei „Baustellenführungen“ im Rahmen Langen Nacht der Museen Waldkirch am Samstag, 20. Oktober, um 19.30 Uhr sowie um 20.30 und 21.30 Uhr. Weitere Details unter wwww.stadt-waldkirch.de.

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