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Gewerbekanalpfad - Tafel 9

Seifried-Mühle um 1910.

Der um 1250 angelegte Gewerbekanal ist mit 3,7 Kilometern das längste Denkmal von Waldkirch. Er versorgte bis zu 35 Mühlen mit Wasserkraft, darunter 30 Edelsteinschleifereien. Er wurde zeitweise für die Abfallentsorgung und für die Wiesenwässerung genutzt. Nach 1860 entstanden zahlreiche Textilfabriken. Bis um 1900 war der Kanal die wirtschaftliche Lebensader der Stadt.

Galgenbrücke (Abschnitt 9)

Schleifhäusle an der Emmendinger Straße um 1878.
Abschnitt 9 (zum Vergrößern klicken!)

Dieser Abschnitt des Kanals bis zur Einmündung in die Elz wurde im 18. Jh. von 14 Edelsteinschleifereien genutzt. Somit gab es hier die Hälfte aller Schleifmühlen. Einige Wasserwerke wurden zeitweise auch als Schmiede, Waffenschleife oder Lohmühle genutzt. Auch die Wiesenwässerung hatte eine große Bedeutung. Im Bereich des 250 Meter kanalaufwärts befindlichen Sportplatzes entstand nach 1850 die große Textilfabrik "Ringwald & Cie". Sie nutzte fast 100 Jahre lang die Wasserkraft und das saubere, kalkfreie Wasser zur Verarbeitung von Seide. Große Bedeutung hatte auch die Seifried'sche Mühle, eine große Getreidemühle. Von dieser großen Getreidemühle blieb nur noch das Wasserrad erhalten. Die Galgenbrücke über die Elz wurde erst um 1840 errichtet. Ihre Vorgängerin befand sich 250 Meter flussaufwärts. Auf der anderen Seite der Elz verlief ebenfalls ein Kanal, mit dem im 18. Jahrhundert Edelsteinschleifereien betrieben wurden. Er mündete in den heute noch bestehenden Buchholzer Mühlkanal.

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