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Stadtführungen - Geschichte zum Anfassen

Durch Waldkirch oder auf die Burg

Der „Türmer“ bläst in sein Horn und bittet den Torhüter vor dem Burggraben um Einlass für das niedere Volk. Unten in der Stadt führt des „Torwächters Weib“ mit Gewand, Barett und vor allem mit ihrer spitzen Zunge die Gäste durch die Gassen und um die Ecken, wo sie auf allerlei mittelalterliche Zeitgenossen trifft. Die gewandeten Führungen in der Sommersaison sind zu einem Markenzeichen der Stadt Waldkirch geworden. 

Führungen durch die Stadt oder auf die Kastelburg sind in Waldkirch etwas ganz Besonderes. Auf dem Weg der zwei verschiedenen Führungen wird nicht nur die reichhaltige Stadtgeschichte nahe gebracht. Unterwegs begegnen die Gäste verschiedenen Personen, deren historische Vergangenheit durch sie lebendig wird. Die beliebten Führungen werden von Ehrenamtlichen gewandet begleitet darunter des "Torwächters Weib“ und der "Türmer", der das mittelalterliche Waldkirch an zwei Wochenenden auf die Kastelburg zurückbringt.

Auf Anfrage können herkömmliche Stadtführungen gebucht werden. Für Kinder und Schulklassen bietet das Elztalmuseum für Orgelbau und Stadtgeschichte spezielle Führungen im Rahmen der Museumspädagogik an.


In der Reihe „Geschichtlicher Herbst“ werden zudem weitere Themen in Form von Sonderführungen, Exkursionen und Vorträgen angeboten.
 
Informationen zu Preisen und Anmeldung bei der Tourist-Information im Rathaus zu den Öffnungszeiten, unter der Telefonnummer 07681 19433 oder per E-Mail an touristinformation@stadt-waldkirch.de.

Termine Führungen "Torwächters Weib" 2018

     
Samstag,  28. April 18 bis 20 Uhr  
Freitag, 18. Mai 19 bis 21  Uhr  
Freitag, 15. Juni 19 bis 21 Uhr  
Freitag, 6. Juli 19 bis 21 Uhr  
Freitag , 14. September 19 bis 21 Uhr  
Freitag, 12. Oktober 19 bis 21 Uhr  

Termine Türmerführungen 2018

     
Freitag, 3. August 19.30 bis 23.30 Uhr  
Samstag, 4. August 19.30 bis 23.30 Uhr  
Freitag , 31. August 19.30 bis 23.30 Uhr  
Samstag, 1. September 19.30 bis 23.30 Uhr  

Familienführungen mit dem Türmer 2018

     
Sonntag, 5 August 13 Uhr bis 16 Uhr  
Sonntag, 2. September 13 Uhr bis 16 Uhr  
Historische Stadtführungen

Führungen mit des „Torwächters Weib“

Einmal monatlich streift sie für zwei Stunden das Gewand und Barett über, legt ihren geflochtenen Korb auf denRücken und läuft dann zur Hochform auf. Des „Torwächters Weib“ (Barbara Kern) entführt zunächst in die Zeit der Klostergründung im Jahre 918. Danach findet sie sich dann im 16. Jahrhundert ein, um dort dem „größten“ Sohn Waldkirchs mit amüsanten Wortduellen zu begegnen. Balthasar Merklin wurde 1508 nicht nur zum Propst von Waldkirch ernannt, sondern 1527 sogar Reichsvizekanzler.

Ein zunächst etwas schläfriger „Wächter der Küchlinsburg“ ist die nächste Bekanntschaft, genauso wie ein „Bader“ aus der öffentlichen Badeanstalt seinen Kopf herausstreckt oder aber der Nachtwächter seine tiefe Stimmer zeigt. Vorbei an markanten und weniger bekannten Ecken wie einer „versteckten“ Stadtmauer und dem Gewerbekanal entlang, des Torwächters Weib führt geschickt durch die mittelalterliche Stadt. An 500 Jahre blühendes Edelsteingewerbe geht kein Weg vorbei: Der Edelsteinschleifer hält die neuzeitlich gewandeten Gäste an. Was es mit der Hexenverbrennung, Kaiser Karl V. und Julius Cäsar zu tun hat, das erzählt das Weib auf dem Marktplatz. 

Von April bis Oktober gibt es die beliebten Zeitreisen mit des „Torwächters Weib“, das durch das mittelalterliche Waldkirch auf weitere Zeitgenossen trifft.

Führungen mit dem Türmer

Etwas aufwändiger sind die Türmerführungen. Am Ende sind alle überrascht wie schnell vier Stunden vorbeigehuscht sind. An zwei Wochenenden lädt der „Türmer“ (Thomas Kern) auf die 368 m hoch gelegene Kastelburgruine ein, wo der Torhüter die Eindringlinge mit einem strengen Blick empfaängt. Mit Fanfarenklängen, Kanonenvorführung sowie der kämpfenden Burgwache werden sie in die Burg gelassen.

Dort gibt die Burgköchin im nächtlichen Zauber unter dem geschützten Zelt einen Einblick in das Burgleben und vor allem in die Sitten und Bräuche rund um den Kochtopf, sprich um das Essen, das doch anders aussah als heute. Zwei Spielleute in ihrer herrlichen Gewandung überraschen mit  historischen Musikinstrumenten und versüßen die Zeit am lodernden Feuer. Dieses Jahr müssen die Teilnehmer auf die Turmbesteigung verzichten, da der Bergfried saniert wird. Die ehrenamtlich wirkenden Akteure bieten ein wahres Feuerwerk von kurzweiliger Wissensvermittlung, das mit einem romantischen Rückweg durch den dunklen Kastelbergwald endet, natürlich mit Laternenlicht.