Naturerlebnispark Waldkirch prämiert für „Neues Bauen im Schwarzwald“
Architektenkammer Baden-Württemberg, Wirtschaftsministerium und Regierungspräsidium vergaben erstmals Preise zur Baukultur Schwarzwald
Auf den Wettbewerb „Architekturpreis 2010 – Neues Bauen im Schwarzwald“ gingen bei der Architektenkammer Baden-Württemberg und dem Regierungspräsidium Freiburg 167 Anträge ein. Große Freude bei der Preisverleihung in Freiburg, denn Waldkirch stellte mit dem Naturerlebnispark am Stadtrainsee eines der prämierten Projekte. Oberbürgermeister Richard Leibinger nahm zusammen mit den Planern und Architekten freudestrahlend die Urkunde entgegen.
Die Architektenkammer BadenWürttemberg und das Regierungspräsidium Freiburg hatten erstmals diesen Architekturpreis zur
„Baukultur im Schwarzwald“ ausgelobt. Sie wollen damit das Bewusstsein für das Bauen im Schwarzwald schärfen, die Neugier auf Bauten wecken, die zeitgemäße Architektur mit regionaler Identität verbinden. Regierungspräsident und Initiator Julian Würtenberger will dadurch den Bezug der Gebäude und Bauten zum Ort und der Landschaft hervorheben. Er zeigte sich bei Preisverleihung im Regierungspräsidium Freiburg beeindruckt von der Zahl der Bewerbungen. 167 Projekte wurden eingereicht, 156 in insgesamt 6 Kategorien zugelassen. 32 erhielten eine Auszeichnung und 13 eine Würdigung.
Dem stellvertretenden Vorsitzenden des Kammerbezirks Freiburg, Rolf Sutter, war es vorbehalten, im vollbesetzten Konferenzraum Schwarzwald die prämierten Projekte vorzustellen. Neben den Auszeichnungen wurden dreizehn Objekte gewürdigt, die besonders durch das gemeinschaftliche Engagement von Bauherrn, Planern und Architekten aufgefallen sind. In der Kategorie „Städtebau und Siedlungsentwicklung“ blieben zum Schluss nur noch zwei Würdigungen übrig. Neben der Umgestaltung der Stadtmitte Hornberg der Naturerlebnispark Waldkirch mit der Erholungslandschaft am Stadtrainsee.
Harmonische Einbindung Verbindungsglied zwischen Mensch und Natur 
Rolf Sutter ging in seiner Laudatio auf die Verbindung zur „cittaslow“ mit der Philosophie einer nachhaltigen Kommunalpolitik mit einer umweltfreundlichen, sozialverträglichen und Ressourcen schonenden Stadtentwicklung ein. Der Bezug zur Landschaft und zum Stadtrainsee wurde beibehalten, wozu auch die Materialenauswahl diente. Ebenso wurden andere Traditionen wie der Orgelbau aufgenommen wie beim Spielplatz Tanz der Orgelpfeifen. „Mit der Schaffung des Naturerlebnisparks ist der Stadt Waldkirch eine spannende Einrichtung gelungen, die das Erlebnis Schwarzwald, Topographie und Naturlandschaft widerspiegelt“ habe die Jury festgehalten. „Der landschaftlich geprägte Erholungsraum bei Waldkirch bettet sich harmonisch in die gegebene Natur ein und bildet so ein Verbindungsglied zwischen Mensch und Natur. Eine besondere Würdigung ist dem bürgerschaftlichen Engagement auszusprechen, das die Verwirklichung des Naherholungsgebietes erst ermöglichte“.
Applaus dann, als Oberbürgermeister Richard Leibinger für die Stadt als Bauherr und für die Gesamtplanung, die Planer HansJoachim Zurmöhle aus Waldkirch und Peter Jenne aus Bad Krozingen (für den Stadtrainsee, Spielplatz und Sinnesweg), die Architekten Günter Erny und Bernhard Herzog aus Rust (für die Seeterrasse mit Kiosk und den Baumkronenweg) die Urkunden „Architekturpreis 2010“ entgegen nehmen durften. Verliehen wurden die Preise von Kristin Keßler vom Wirtschaftsministerium BadenWürttemberg, dem Präsidenten der badenwürttembergischen Architektenkammer Wolfgang Riehle und dem Hausherrn, Regierungspräsident Julian Würtenberger.
Ausstellung der prämierten Projekte im Regierungspräsidium
Eine weitere, kleine „Auszeichnung“ für Waldkirch am Rande. Die musikalische Umrahmung und Einstimmung übernahm mit Bravour ein Trompetenquartett der Städtischen Musikschule Waldkirch mit Alexander und Tobias Oschwald, Tim Schellenberger und Max Hirner. Der Regierungspräsident bedankte sich bei OB Leibinger für die spontane Zusage und den exzellenten musikalischen Grüßen aus der Orgelstadt Waldkirch und ihrer Musikschule.
