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Großes Interesse am Fachtag für betriebliche Inklusion

Beim Fachtag für betriebliche Inklusion im Kundenzentrum der Sick AG informierten sich Vertreterinnen und Vertreterinnen und Vertreter von Firmen aus der Region, des Landratsamts Emmendingen sowie der Städte Waldkirch und Emmendingen über die nach wie vor vorhandenen Schwierigkeiten für Menschen mit Behinderungen, im ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Die Veranstaltung war von den Schwerbehindertenvertretungen der Sick AG und der August Faller GmbH&Co. KG und der Inklusionsbeauftragten der Stadt Waldkirch, Regina Fuchs, organisiert worden.


In einer lebendigen Runde diskutierten die eingeladenen Experten mögliche Ursachen. Unter anderem wurde genannt, dass es bei vielen Arbeitgebern noch Vorbehalte gibt, die aufgrund von Irrtümern entstehen. Laut einer Umfrage stellen sich Arbeitgeber unter einem Menschen mit Behinderung häufig eine Person im Rollstuhl oder eine Person mit geistiger Beeinträchtigung vor. Dass dem nicht so ist, konnte Regina Fuchs durch statistische Zahlen belegen. So sind mehr als ein Viertel aller Menschen mit Schwerbehinderung von einer Funktionsbeeinträchtigung innerer Organe betroffen und nur knapp 5% von einer geistigen Beeinträchtigung.

Ein weiterer verbreiteter Vorbehalt ist, dass Menschen mit Behinderung aufgrund ihres besonderen Kündigungsschutzes praktisch unkündbar sind. Diese Sorge wurde von den Vertretern der Agentur für Arbeit und dem Integrationsfachdienst entkräftet. So wird dem größten Teil der Kündigungsanträge entsprochen.

Schlussendlich sind viele Betriebe und auch Verwaltungen über das Thema „Inklusion“ noch nicht ausreichend informiert. Die Frage, wie man vor allem kleinere und mittlere Unternehmen erreichen könnte, konnte innerhalb der Diskussion nicht beantwortet werden. Dass Inklusion in allen Bereichen stattfinden muss, war dagegen unumstritten.

Kessler vom SBV Netzwerk Oberschwaben Bodensee (SNOBO) berichtete im zweiten Teil der Veranstaltung zunächst von den Schwierigkeiten, sie sich für allein arbeitende Schwerbehindertenvertretungen ergeben. Er begrüßte die Gründung eines regionalen Netzwerks für den Landkreis Emmendingen ausdrücklich.

Vor der endgültigen Netzwerk-Gründung holte Regina Fuchs noch ein Stimmungsbild der Anwesenden ein. Mit Hubert Binninger, der Schwerbehindertenvertreter bei der Sick AG ist, konnte ein Ansprechpartner für das Netzwerk gefunden werden: „Ich glaube, wir können hier etwas aufbauen“, war er sich sicher. „Der heutige Tag beweist, dass auch die Arbeitgeber bereit sind, untereinander zu handeln und das Ehrenamt zu stärken.“

Nun gilt es für das neue Netzwerk eine Struktur aufzubauen, sich auszutauschen und eine Interessenbündelung zu erreichen. Regina Fuchs sicherte dem Netzwerk die Unterstützung der Stadt Waldkirch zu: „Die Gründung ist eine sehr sinnvolle Sache, um auch in die Betriebe zurück zu wirken“, unterstrich sie. Mike Jonen (Personalrat Sick AG), der als Moderator fungierte, bedankte sich abschließend für den Einsatz der Organisatoren und Teilnehmer.

(created on 09. March 2017)
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