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Mehr Teilhabe möglich machen

Der dritte Dezember ist der internationale Tag der Menschen mit Behinderung und Anlass, den Blick auf die rund 10 Millionen Menschen in Deutschland zu richten, die mit einer Behinderung leben. Anlässlich dieses Tages lud die städtische Inklusionsbeauftragte Regina Fuchs zum Inklusionsfrühstück ein. In kleiner Runde diskutierten die Eingeladenen über Perspektiven und Stolpersteine behinderter Menschen auf dem Arbeitsmarkt.

„Generell“, stellte Frank Dehring, Geschäftsführer der WABE gGmbH fest, „gibt es zu wenig Alternativen zwischen dem erstem Arbeitsmarkt und Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM).“ Ein Stolperstein seien dabei vor allem die herkömmlichen Vorstellungen bezüglich eines Arbeitsumfeldes. Stünden allgemein die Fähigkeiten der Beschäftigten mehr im Vordergrund, ließen sich alternative Arbeitsmodelle gestalten.

Dem stimmt auch Jutta Bauchinger von der Handwerkskammer Freiburg zu: „Nicht alle Menschen mit Behinderung können stundenlang durcharbeiten, manche brauchen krankheitsbedingt immer wieder Ruhepausen. Das heißt aber nicht, dass ihre Leistung schlechter ist als die nichtbehinderter Kolleginnen und Kollegen.“

Der nicht nur bei Arbeitgebern immer noch vorhandene Gedanke, Menschen mit Behinderung erbrächten bei gleicher Qualifikation weniger Leistung, müsse generell überdacht werden. „Es kann genauso wenig davon ausgegangen werden, dass nichtbehinderte Beschäftigte grundsätzlich die erwartete Leistung bringen“, bemerkte Jutta Bauchinger.

Die Schwerbehindertenvertreter (SBV) der Sick AG und der August Faller GmbH Co. KG, Hubert Binninger und Ute Rehm-Schmid, sprachen darüber, wie eine SBV innerbetrieblich die Haltung und Einstellung gegenüber Menschen mit Behinderung positiv beeinflussen kann. Gerade Begegnungen mit behinderten Personen sind wichtig, um bestehende Barrieren abzubauen.Regina Fuchs berichtete über die guten Erfahrungen der Stadt Waldkirch mit Praktikantinnen und Praktikanten mit Behinderung. Abschließend kann festgehalten werden, dass gegenseitiger respektvoller Umgang ein Grundpfeiler sein muss: Im Fokus steht der Mensch mit seinen Kompetenzen und nicht eine Behinderung.

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