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Gemeinsam für die Heimattage – das Jahr 2017 in der Revue

Roman Götzmann

Sehr geehrte Damen und Herren,
das Jahr 2017 neigt sich dem Ende und es lohnt sich gemeinsam Rückschau zu halten. Vieles wurde angestoßen und umgesetzt, was auch in den kommenden Jahren unsere Stadt prägen wird.


Ein unvermindert wichtiges Thema für unsere Stadt war in 2017 die Frage der Kinderbetreuung. Und wir haben uns sehr gefreut, dass die bereits zu Jahresbeginn die Kindertagesstätte Regenbogen „Zuwachs“ bekommen hat. Wir konnten das Haus am Kirchplatz 2, in dem früher die Tourist-Information untergebracht war, umbauen und an die Bedürfnisse der Kinder anpassen. Die neuen Kinderbetreuungsplätze benötigen wir aufgrund der überdurchschnittlich gestiegenen Geburtenzahlen und der vielen Zuzüge. Ein schönes Fest in diesem Zusammenhang war auch das 10-jährige Jubiläum der Kindertagesstätte Pfiffikus. 

Desweiteren standen in diesem Jahr der Ausbau und die Stärkung der Wirtschaftsförderung im Fokus: Der wichtigste Beitrag in diesem Zusammenhang ist der Aufbau eines eigenen Glasfasernetzes für schnelles Internet durch die Stadtwerke Waldkirch. Wir schaffen mit diesem Investitionsprogramm die Grundlage dafür, dass unsere Stadt auch in Zukunft ein attraktiver Wohn- und Gewerbeort sein wird. Gerade unsere Unternehmen sind auf eine schnelle Verbindung angewiesen!Darüber hinaus haben wir eine Befragung von rund 300 Gewerbebetrieben aus allen Branchen durchgeführt und so konkrete Ergebnisse bekommen, wie sich die Wirtschaftsstruktur aktuell darstellt und welche Anforderungen künftig an den Wirtschaftsstandort Waldkirch bestehen. Darüber hinaus konnten wir neue Stelen und Schilder für ein Besucher- und Parkleitsystem installieren. Die Beschilderung ist einer der Bestandteile der „Offensive Standortmarketing“ Waldkirch. Dritte wichtige Maßnahme war der 1. Waldkircher Wirtschaftsdialog. 

Der Klimaschutz als zentrales Thema der Stadtpolitik „umrahmte“ das Jahr 2017. Gleich im Januar ging der frisch gegründete Arbeitskreis „Klimaschutz in Waldkirch“ mit einem ersten Vernetzungstreffen an den Start und hat seither vielfältige Aktivitäten entwickelt. Ende des Jahres konnte dann die wichtigste Klimaschutzmaßnahme auf städtischer Ebene - die Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Waldkirch - in die Bearbeitung gehen. In diesem Zusammenhang darf ich Ihnen heute schon ankündigen, dass Waldkirch am 24. März 2018 ein weiteres Zeichen setzt und sich an der „WWF-Earth Hour“ beteiligen wird. Überall auf der Welt setzen Menschen an diesem Tag gemeinsam ein Zeichen für den Klimaschutz und schalten für eine Stunde am Abend ihr Licht aus.

Ein BÜRGERdialog zum Thema „Wie wollen wir uns 2017 ernähren?“ beschäftigte uns im Mai. Der Bürgerdialog ist ein Bestandteil des Forschungsprojekts „KERNiG“. Die Stadt Waldkirch ist, neben Leutkirch im Allgäu, eine von zwei Modellkommunen die für das Forschungsprojekt „KERNiG“ ausgewählt wurden. Über einen Zeitraum von drei Jahren werden die lokalen und regionalen Ernährungsstrukturen untersucht. Es wurden bereits viele Ideen gesammelt und Visionen für eine bessere Ernährung in Waldkirch für das Jahr 2027 entwickelt. Das Verbundprojekt läuft noch bis 2019 und wird durch das Bundesministerium gefördert.

Im Juni feierten wir zusammen das 12. Internationale Orgelfest. Dieses Fest ist einzigartig und zieht Besucher und Mitwirkende aus der ganzen Welt zu uns nach Waldkirch. Partnerland war in diesem Jahr Frankreich. Auch das Stadtfest, das zusammen mit dem Orgelfest stattfand, zog alle Register und ließ sich von dem Partnerland inspirieren. Außerdem durften wir 20 Jahre Städtepartnerschaft mit Worthing feiern. Zu diesem Anlass reiste eine Delegation nach Worthing und enthüllte unter anderem ein wunderbares Glaspaneel auf der berühmten Pier von Worthing, die als Open-Air-Galerie dient. 

Darüber hinaus gab es noch einige Bauprojekte, die uns in Atem gehalten haben; ich nenne hier nur die markantesten: Der Spatenstich für die „Neue Ortsmitte-Drescheschopf“ in Buchholz, die Sanierungsarbeiten am Turm der Kastelburg, das Richtfest der Einsegnungshalle am Friedhof. Außerdem haben die Bauarbeiten für die neue Rad- und Fußwegbrücke an der Elz begonnen. Und: die städtische Musikschule ist umgezogen! Nach den Sommerferien begrüßte sie ihre Schüler in einem neuen Gebäude: dem Gisela-Sick-Bildungshaus in der Merklinstraße. Damit verbunden war auch die Eröffnung der neuen Zentralmensa für das Schulzentrum. 

Ansonsten waren wir alle schon ganz auf „Heimattage“ eingestellt! Mit der Ausrichtung der Heimattage des Landes Baden Württemberg gehen wir auf ein besonders spannendes Jahr 2018 zu: Unsere Stadt blickt dabei auf seine über 1.100-jährige Geschichte zurück. 918 wurde das Benediktinerinnenkloster St. Margarethen gegründet. Aus der Vergangenheit heraus schlagen wir eine Brücke zur Dynamik unserer Stadt, unseres Landes, unserer Zeit und: unserer Zukunft! Unter dem Motto „Stadt, Land – alles im Fluss“ haben wir so ein vielfältiges und hochkarätiges Programm zusammengestellt. Es umfasst mehr als 200 Veranstaltungen! Und ich danke an dieser Stelle schon einmal der unglaublich großen Zahl an Ehrenamtlichen und Aktiven, die mit ihrem Engagement maßgeblich zum Gelingen dieses Jahres beitragen. Nahezu jeder Waldkircher ist in irgendeiner Weise aktiv beteiligt. Dadurch entsteht eine ganz besondere Gesamtstimmung in unserer Stadt, die diese Heimattage – und darin bin ich mir sicher – zu etwas ganz Besonderem machen werden. 

Die Heimattage werden ihre Wirkung weit über das Jahr 2018 hinaus entfalten. Sie wirken einmal in Bezug auf die Außendarstellung. Viele Menschen im Umkreis von 50 km und mehr werden erleben und verstehen, dass sich ein Besuch in unserer Stadt immer wieder lohnt. Parallel dazu erleben wir bereits jetzt schon eine Wirkung nach innen. Durch die gemeinsamen Aktivitäten kommen die Vereine oder Musikgruppen aus allen fünf Stadtteilen zusammen und wollen gemeinsam etwas erreichen. Das Gesamtverständnis, dass wir e i n e Stadt sind, erhöht sich dadurch spürbar. Die ureigensten Besonderheiten unsere Stadt mit all ihren fünf Stadtteilen spiegeln sich in den vier Themenschwerpunkte wieder, die dem Heimattagejahr einen Rahmen geben: „Musik im Blut“ steht für die traditionsreiche Handwerkskunst des Orgelbaus und die große Musikbegeisterung der Waldkircher. Das Programm reicht vom Musikpicknick am idyllischen Stadtrainsee bis zur stimmgewaltigen Aufführung der Carmina Burana durch die Waldkircher Musikvereine und Chöre.Bei „Stadtgeschichten“ lassen wir die Historie wieder lebendig werden. Höhepunkte sind die Wiedereröffnung des neukonzipierten Elztalmuseums sowie das Historische Marktplatzfest.Im Schwerpunkt „Heimatgefühle“ begeben wir uns auf die Suche nach dem, was Heimat für uns ganz persönlich ist. Da darf in Waldkirch die traditionelle Fasnet mit den „Närrischen Heimattagen“ natürlich nicht fehlen.Ob bei der „Tour de Waldkirch“ oder einem Tanzfestival – beim Themenschwerpunkt „Begegnen und Bewegen“ dreht sich alles darum, gemeinsam aktiv zu sein und das großartige Wir-Gefühl zu spüren. Im Sinne dieses „Wir-Gefühls“ wünsche ich allen Bürgern, Besuchern und Freunden von Waldkirch frohe Feiertage und ein glückliches Jahr 2018 ! 

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