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Exkursion zum Thema NS in Waldkirch

Studierende des historischen Seminars Freiburg auf Exkursion zum Thema NS in Waldkirch

Das Historische Seminar der Albert-Ludwigs-Universität bietet in jedem Semester Exkursionen für Studierende an. Der Arbeitskreis Widerstand und Arbeitergeschichte hat in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Waldkirch einen Stadtrundgang „Waldkirch im Nationalsozialismus“ zusammengestellt, organisiert und durchgeführt.

40 Studierende waren mit ihrem Dozenten Dr. Heinrich Schwendemann nach Waldkirch gekommen, um sich über Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus in Waldkirch, deren Verfolgung und Flucht zu informieren.

Nach einem ersten kurzen Vortrag noch am Bahnhof, waren am Rathaus Waldkirch die nun verdeckten Wandgemälde des NS-Malers Schröder-Schönenberg Thema. Mittels einer Reproduktion der Bilder wurde die propagandistische Botschaft der Gemälde erläutert.

In der Stadtkapelle referierte Pfarrer Heinz Vogel über den von Georg Scholz gemalten Kreuzweg. Ralph Bernhard von der "Ideenwerkstatt Waldkirch im Nationalsozialismus" berichtete am Denkmal für die ermordeten Juden Litauens über die Entstehungsgeschichte des Denkmals. Er ging außerdem auf die Diskussion über den NS-Massenmörder Karl Jäger, hauptverantwortlich für die Ermordung der Litauischen Juden in Waldkirch, seit 1989 ein.

Zuletzt berichtete Marion Bentin vom Arbeitskreis Widerstand und Arbeitergeschichte über Paul Mauk. Als der jüngste Kriegsfreiwillige im Ersten Weltkrieg starb er in Flandern kaum 15-jährig. Im Mittelpunkt stand die Instrumentalisierung Paul Mauks durch die Nazis. 1939 war die damalige Volksschule (heute Schwarzenbergschule) mit einem propagandistischen Festakt in „Paul-Mauk-Schule“ umbenannt worden.

In Kollnau stießen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Exkursion in Form des Kollnauer Kriegerdenkmals wiederum auf den Erste Weltkrieg und dessen Inszenierung durch die Nazis. Schwendemann hatte zum Thema Nationalsozialismus und Kriegerdenkmäler bereits im März 2014 in Kollnau einen Vortrag gehalten.

In der abschließenden Diskussion im Bürgersaal des Kollnauer Rathauses, die die Kollnauer Ortsvorsteherin Schindler leitete, brachten die Studierenden zahlreiche Ideen ein, wie das martialische Betondenkmal erklärt und umgestaltet werden könnte.

Informationen erteilen Dirk Metzeler vom Arbeitskreis Widerstand und Arbeitergeschichte unter der Telefonnummer 0171 4955734 oder per E-Mail an ak.widerstand.elztal@gmail.com oder Juliane Geike, Stadtarchiv Waldkirch, per E-Mail an stadtarchiv@stadt-waldkirch.de.

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