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Waldkircher Orgelfest 2017

Von Freitag, 23. Juni, bis Sonntag, 25. Juni, richtet die Stadt Waldkirch das 12. Internationale Orgelfest aus.  Dann werden an drei Tagen voller Klang, Erlebnis und Genuss viele Gäste in Waldkirch erwartet. Das Partnerland ist 2017 Frankreich, sodass man sich neben elegantem Orgelklang auch auf  französische Spezialitäten, Bräuche und Traditionen, die von französischen Künstlern präsentiert werden, freuen kann. 

Alle drei Jahre

Alle drei Jahre feiert Waldkirch seine Orgelbautradition mit einem internationalen Orgelfest. Nicht nur aus ganz Deutschland, aus der halben Welt reisen Orgelfreunde mit großen Orchestrien und kleinen Drehorgeln namhafter Orgelbauer an und verzaubern die Festbesucher.

Die Orgelspieler und -spielerinnen kommen aus der ganzen Welt, wobei die Teilnehmer aus Chile, Japan und Rumänien den weitesten Weg haben. Insgesamt werden etwa 100 Klein- und 20 Großorgeln das Stadtbild in eine optische und akustische Erlebniswelt verwandeln. Bei der „Orgelparade“ auf dem Marktplatz werden alle teilnehmenden Orgeln dem Publikum vorgestellt. Um die Klänge der Orgeln perfekt in Szene zu setzen, verteilen sich die Instrumente in der Innenstadt auf die sogenannten Spielinseln. Sie sind in einem Plan verzeichnet, den man am Info-Point auf dem Marktplatz erhält.

Moritaten- und Bänkelsänger

Neben den mechanischen Musikinstrumenten beleben die Moritaten- und Bänkelsänger, die in der gesamten Stadt sowie auf einzelnen Bühnen ihr Repertoire vorführen werden, die Szene.

Ein Fest für Familien

Für Familien und Kinder gibt es auf dem Orgelfest wieder viel Originelles wie beispielsweise den „Flohzirkus“ von Marco Assmann. Die „kleinste große Show der Welt“ entführt in die nostalgische Welt historischer Jahrmarktskünste: echte Katzenflöhe (Ctenocephalides felis) ziehen kleine Kutschen oder balancieren auf dem Hochseil. Gebändigt werden die bissigen Tierchen mit einem winzigen Geschirr aus feinstem goldenem Draht. Marco Assmann verbindet die Vorstellung mit viel Witz und Wortgewandtheit, sodass die ganze Familie gut unterhalten wird.

Auf dem „Muhkarussell“ dürfen die Kleinen fahren, während die Eltern es in Gang halten. Die Grundlage des von der französischen Theatergruppe  „Theatre de la Toupine“ entworfenen und betreuten Karussells, ist eine Drehorgel des französischen Orgelbauers Christian Fournier, die durch das „Melken“ einer „ Kuh“ zum Drehen gebracht wird.

Pantomime-Clowns, Kasperletheater und Kinderschminken bieten ganz klassische Unterhaltung. Im Elztalmuseum zeigt die Ausstellung  „Automatenträume“ mechanische Klangwunder, Besucherinnen und Besucher können außerdem von den Anfängen der ersten mechanischen Musikautomaten aus Waldkirch zu den von Otmar Alt gestalteten Großorgeln „Altobella furiosa“ und der Klamaukorgel, die Entwicklung des Orgelbaus hautnah miterleben.

Orgelhock vor dem Elztalmuseum

Vor dem Museum  lädt der „Orgelhock“  dazu ein, eine Pause einzulegen und dem Programm auf der Bühne zu folgen. Es treten zum Orgelspiel verschiedene Künstler auf. Beispielsweise wird die Musikband „Organo Caribe“(karibische Klänge) zusammen mit der neuen Klamaukorgel spielen, Trachten-  und Ballettgruppen tanzen zu Orgelklängen. Die Orgelbauwerkstätten öffnen ihre Türen für alle Interessierten.

Der Gewinner einer für das Orgelfest von Jäger&Brommer gebauten Handdrehorgel wird bei der  Abschlussveranstaltung am Sonntagabend gezogen. Die Lose werden im Verlauf des Orgelfests an den Ständen verkauft. Neben dem unterhaltenden Programm wird es Fachvorträge geben, die allen Interessierten offenstehen. 

200-jährige Tradition

In Waldkirch pfeift es traditionell an allen Ecken und Enden: Kirchen- und Karussellorgeln, Orchestrien, Drehorgeln und die weit verbreiteten Leierkästen wurden in den vergangenen 200 Jahren in die ganze Welt geliefert und brachten Musik aus dem Schwarzwald in die Tanzsalons und auf die Jahrmärkte. Die große Kunst des Orgelbaus machte die Stadt am Fuße des Kandels international bekannt. Große, phantasievolle Karussell- und Jahrmarktorgeln, zahlreiche Dreh- und Figurenorgeln, Kirchenorgeln und Orchestrien wurden in die ganze Welt geliefert und brachten so Musik ins öffentliche Leben, in Tanzsalons und Gaststätten sowie auf Messen und Jahrmärkte.Der Drehorgelbau bis hin zum Jahrmarkt-, Kirmes- und Kirchenorgelbau ist bis heute lebendig geblieben. 

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