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Zukunft „Zauberwürfel“

Die Waldkircher Kindereinrichtung „Zauberwürfel“ war seit 1. Februar 2012 im ehemaligen Diagnostikzentrum auf dem Gelände der ehemaligen Marseille-Kliniken zuhause.


In einem Mediengespräch am 26. Januar im Rathaus informierte der Träger des Kinderhauses, die „Mehr Raum für Kinder gGmbH“, über die Zukunft des „Zauberwürfels“. Im Beisein von Oberbürgermeister Roman Götzmann und Fachbereichsleiterin Ilka Kern berichtete Marko Kaldewey, Geschäftsführer der gemeinnützigen Gesellschaft, dass ihm die Kündigung der Marseille-Kliniken vorliege. Der Geschäftsführer drückte sein Unverständnis in Bezug auf Verhalten und Kommunikation der Kliniken aus, die inzwischen in MK-Kliniken umfirmiert haben sollen. „Wir sind derzeit in anwaltlicher Beratung und loten die rechtlichen Möglichkeiten aus“, so der Geschäftsführer. Der Ausgang sei aber ungewiss.

Um in jedem Fall die Betreuungszeiten weiter anbieten zu können, hat sich Kaldewey vorsorglich um einen „Plan B“ gekümmert. Mit dem ehemaligen Gasthaus „Zum Bären“ in Siensbach steht der gemeinnützigen Gesellschaft eine Räumlichkeit zur Verfügung, die als „Auffanglösung“ umgestaltet werden kann. Darüber hinaus können die Räumlichkeiten über dem jetzigen „Minikindergarten“ in der Buchholzer Straße genutzt werden. „Uns ist bewusst, dass das Gasthaus nur ein Übergangsszenario darstellen kann, andere Nutzungsmöglichkeiten wie Elterncafé, Treffpunkt für Eltern oder Integrations- und Inklusionsprojekte sowie Büro sind ebenso denkbar“, kündigte Marko Kaldewey an. Der Ort könne sich ändern, das Team sei aber konstant, konnte der Geschäftsführer berichten. „In der gesamten Situation ist es unser größtes Faustpfand, dass kein einziger Mitarbeiter auf die Idee gekommen ist, uns zu verlassen. Die Konstanz der pädagogischen Fachkräfte ist in dieser Situation sehr wichtig.“ Vor allem deshalb hätten die Eltern bei einem entsprechenden Informationsabend „tolle Reaktionen“ gezeigt. „Die Ruhe der Eltern ist da, sie stehen hinter uns“, freute sich Kaldewey.

Ilka Kern betonte, dass der „Zauberwürfel“ eine wichtige Einrichtung in der Waldkircher Kindergartenlandschaft sei, da er bereits Kinder unter zwei Jahren aufnehme und sehr lange Öffnungszeiten biete. „Das ist fast schon ein Alleinstellungsmerkmal“, so die Fachbereichsleiterin. Die Betreuungsplätze der Zauberwürfel-Einrichtung seien deshalb fest im Bedarfsplan der Stadt verankert.
 
Oberbürgermeister Roman Götzmann äußerte sich „froh“, mit Kaldewey einen so „aktiven Partner“ zu haben: „Wir sind wirklich dankbar, dass er bei Stange geblieben ist und mit großer Nervenstärke alles bewältigt hat.“ Er wies darauf hin, dass das Areal der Marseille-Kliniken im Bedarfsplan als Sondernutzung im Heil- und Bäderbereich angesetzt ist. Für alles Weitere bräuchte es eine Änderung des Nutzungsplans. Aus seiner Sicht wäre es aber sinnvoll, eine „anständige soziale Nutzung hinzukriegen“ und mit einer Dreier-Nutzung an den Start zu gehen. „Kindereinrichtung, Pflege und Flüchtlingsunterbringung - wenn wir diese Dreiernutzung an den Start kriegen würden, dann wäre das ein riesiger Gewinn für die Stadt“, so der Oberbürgermeister. Er will auf alle Fälle die Kliniken um einen Gesprächstermin bitten und prüfen, welchen Beitrag die Stadt in dieser Richtung leisten kann.

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