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Gewerbekanalpfad - Tafel 8

Spitalmühlse um 1890.

Der um 1250 angelegte Gewerbekanal ist mit 3,7 Kilometern das längste Denkmal von Waldkirch. Er versorgte bis zu 35 Mühlen mit Wasserkraft, darunter 30 Edelsteinschleifereien. Er wurde zeitweise für die Abfallentsorgung und für die Wiesenwässerung genutzt. Nach 1860 entstanden zahlreiche Textilfabriken. Bis um 1900 war der Kanal die wirtschaftliche Lebensader der Stadt.


St. Nikolai (Abschnitt 8)

Rohbau der Fa. Wilhelm Bruder 1891.
Abschnitt 8 (zum Vergrößern klicken!)

1178 wird die St. Nikolauskapelle erwähnt. Sie stand bis ins 19. Jahrhundert an der Ecke Adenauerstraße / Freiburger Straße. Neben der Kapelle gab es seit mindestens dem 13. Jahrhundert das bis heute  existierende St. Nikolaispital. Spitäler lebten von der Übertragung zahlreicher Ländereien. Dadurch erhielten sie Einkünfte in Form von Geld aber auch in Naturalien wie Getreide. In diesem Zusammenhang ist die 1360 erstmals genannte Spitalmühle zu sehen. Hier gab es neben einer Getreidemühle eine Ölmühle und eine Hanfstampfe. 1890 wurde das gesamte Anwesen verkauft. Die Gebäude mussten dem Neubau der Orgelfabrik Wilhelm Bruder Söhne weichen. Nach der Aufgabe der Orgelfabrikation erwarb der Uhrenfabrikant Blessing 1941 diese Fabrik. Eine Zeit lang waren die Uhren und Wecker von Blessing in der ganzen Welt bekannt. 1975 wurden diese Gebäude durch Wohnhäuser und einen Lebensmittelmarkt ersetzt. Gegenüber bestand ab 1878 für etwa 100 Jahre ein Schlachthaus.


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Gewerbekanal Tafel 7
Gewerbekanal Tafel 9

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